Lucas Keysberg von der Spvgg. Erkenschwick im Spiel gegen SC Herford.
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Ausgebremst: Auch der sportliche Höhenflug der Spvgg. Erkenschwick (hier Lucas Keysberg beim 1:0-Sieg gegen den SC Herford) ist fürs Erste gestoppt. Corona schickt den Fußball in die Zwangspause.

Fußball

Corona-Maßnahmen: Verband stellt den Spielbetrieb schon ab Donnerstag bis Ende November ein

  • vonOlaf Nehls
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  • Thomas Braucks
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Ab Donnerstag muss der Amateursport bis Ende November wieder eine Pause einlegen. Nach den Beschlüssen der Bundes- und Landesregierung im Rahmen des Infektionsschutzes stellt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) den Spielbetrieb in allen kreislichen und überkreislichen Jugend- und Amateurspielklassen vorerst ein.

  • Am Mittwochabend hat das Präsidium des FLVW in einer Videokonferenz beschlossen, den Spielbetrieb ab Donnerstag zunächst bis Ende November zu unterbrechen.
  • Ob es in diesem Jahr noch einige Nachholspiele geben wird, ist völlig ungewiss.
  • Die nun unterbrochene Saison soll nur gewertet werden, wenn bis zum Saisonende am 20. Juni mindestens 50 Prozent der Spiele absolviert wurden.
  • Der Verband empfiehlt seinen Mitgliedsvereinen zudem, auch den Trainingsbetrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen.

Update, 28.10., 21.15 Uhr: Das Präsidium, die Vorsitzenden der 29 Fußballkreise im FLVW sowie die spielleitenden Stellen aus dem Verbands-Jugend und Verbands-Fußball-Auschuss hatten am Mittwochabend in einer Videokonferenz getagt und sich dann am Ende auf eine Unterbrechung der Saison geeinigt. Diese gilt ab Donnerstag, 29. Oktober und vorerst bis zum Ende der Gültigkeitsdauer der neuen Coronaschutzverordnung. Betroffen davon sind alle Meisterschafts-, Pokal- und Freundschaftsspiele. Zudem empfiehlt der FLVW, den Trainingsbetrieb ebenfalls sofort einzustellen. „Im Vordergrund stehen jetzt die Gesundheit, die Vermeidung von Kontakten sowie die Unterbrechung von Infektionsketten. Wie im Frühjahr möchte und wird der Fußball seinen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten“, heißt es dazu auf der Homepage des Verbandes.

Unsere bsiherige Berichterstattung:

Eine Entscheidung fiel im Fußballkreis bereits, bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten über neue Corona-Maßnahmen diskutierten: Die Geschäftsstelle des Kreises Recklinghausen ist bis auf Weiteres dicht.

„Neubewertung der Situation“

Besucher zu empfangen, sei derzeit nicht zu verantworten. Man sei aber über die üblichen Kanäle jederzeit zu erreichen, ließ Hans-Otto Matthey, der Kreisvorsitzende, wissen. Das sei aber noch keine Entscheidung über den Spielbetrieb, hieß es weiter. Ein Vorgeschmack auf die nahe Fußball-Zukunft war es aber allemal. Selbst der westfälische Verband, der seinen Spielbetrieb in den vergangenen Tagen tapfer verteidigt hatte, übte sich am Mittwochmorgen im „Fallrückzieher“. In einem Sozialen Netzwerk kündigte der FLVW eine „Neubewertung der Situation“ an. Die will der Verband am Abend in einer Videokonferenz mit allen westfälischen Kreisvorsitzenden vornehmen.

Fußballkreis stimmt sich am Donnerstag ab

Der Vorstand des Fußballkreises stimmt sich am Donnerstagmorgen ab. Danach wird Klarheit herrschen, wie es weitergeht. Endlich – werden sich auch viele Funktionäre sagen. Die ernteten zuletzt viel Kritik für ihre abwartende Haltung. Tatsächlich befanden sie sich in einer Zwickmühle. Auch im Fußballkreis. So meldeten sich besorgte Eltern von Nachwuchskickern und forderten, die Saison doch bitte ruhen zu lassen. „Auf der anderen Seite gibt es Vereine, die uns sagen: Lasst uns bloß weitermachen“, berichtet Fußballkreis-Chef Hans-Otto Matthey. Diese Option gibt es nach den Vorgaben aus der Politik nicht mehr. Die will den Breitensport, und damit auch den Amateurfußball, ab dem 2. November in eine Zwangspause schicken. Wie schon im Frühjahr.

Verband will über Unterbrechung der Saison informieren

Wahrscheinlich wird der westfälische Fußballverband deshalb am Donnerstag über die Unterbrechung der Saison informieren. Wie diese im Detail ausgestaltet wird, bleibt eine spannende Frage. Auf westfälischer Ebene wie auch im Fußballkreis. Für den Fall, dass die Maßnahmen der Politik erfolgreich sind und die Einschränkungen Ende November aufgehoben werden: Sollte der Betrieb noch in diesem Jahr wieder anlaufen? Setzt der Verband im Dezember bestenfalls noch ein paar Nachholspiele an, um die aktuell „corona-schiefen“ Tabellen zu begradigen? Oder macht der Amateurfußball den Laden für 2020 komplett zu – und hofft auf einen Neustart im nächsten Frühjahr?

50 Prozent der Spiele sollen bis 20. Juni absolviert werden

An der Spitze des Fußballkreises Recklinghausen wie auch in den Klubs scheint dieser harte Schnitt viele Befürworter zu haben. Als letzten Spieltag der laufenden Saison visiert der westfälische Fußball den 20. Juni 2021 an. Mit Ausnahme der Oberliga, die mit 21 Klubs aus allen Nähten platzt, ist in allen Staffeln knapp die Hälfte der Hinrunde absolviert. Damit bleibt im Frühjahr genug Zeit, die geforderte Quote von 50 Prozent der Spiele zu erreichen, um die Saison zu werten. Zuletzt hatte die Zahl der Spielabsagen stark zugenommen.

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