Torwart Marvin Blum kommt hier eher an den Ball als Dirk Junge
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Torwart Marvin Blum, hier noch im Trikot der Sportfreunde Stuckenbusch, scheut beim Herauslaufen kein Risiko. Jetzt hat er sich im Spiel gegen Flaesheim in einer ähnlichen Szene die Nase gebrochen.

Fußball

Torwart und Stürmer prallen im Kreisliga-Spiel zusammen: „Die Nase ist durch!“

  • vonOlaf Nehls
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Nicht nur bildlich gesprochen haben sich die „Frösche“ von A-Kreisligist Grün-Weiß Erkenschwick beim 1:7-Debakel gegen SuS Concrdia Flaesheim am fünften Spieltag eine blutige Nase geholt.

Es passierte kurz vor der Pause. Gastgeber Flaesheim hatte in der Partie gegen Grün-Weiß Erkenschwick auf dem Sportplatz an der Dr.-Hermann-Grochtmann-Straße in Haltern beim Stande von 3:0 alles im Griff. Nach einem langen Ball aus der Halterner Hälfte auf Flaesheims schnellen Angreifer Tim Bonka war GWE-Torwart Marvin Blum gedankenschnell aus seinem Kasten geeilt und warf sich dem Halterner in den Weg. „Er war klar eher am Ball“, sagt GWE-Trainer Thomas Synowczik. Bonka kam zu spät, verpasste zunächst Ball und Gegner, traf den Schlussmann dann aber beim Weiterlaufen mit dem Knie mitten im Gesicht. Das Blut lief dem Torwart in Strömen aus der Nase, der sich beim Verlassen des Platzes gleich mal schnell selbst eine Diagnose stellte. „Die Nase ist durch“, meinte Blum beim Gang in die Kabine. Auch auf dem Nasenrücken hatte er sich eine Platzwunde zugezogen, die am Abend im Krankenhaus mit zwei Stichen genäht werden musste. „Das war schon sehr unglücklich. Der Flaesheimer hat sich aber gleich nach Marvin erkundigt und sich bei ihm entschuldigt.“ Nicht nur Torwart-Vater Michael Blum, Sportlicher Leiter bei den Grün-Weißen, fragte sich hinterher: „Muss man beim Stande von 3:0 da noch so hingehen? Da hätte man auch hochspringen können.“ Absicht wollte Michael Blum dem Flaesheimer aber nicht unterstellen. „Das ist einfach dumm gelaufen, passiert aber halt mal.“

Platzwunde genäht, Nase gerichtet

Marvin Blum konnte mit gebrochener Nase das Krankenhaus wieder verlassen. Anzeichen auf eine Gehirnerschütterung gab es offenbar nicht. Am Montagmittag musste die Nase im Prosper-Krankenhaus in Recklinghausen in einer Operation gerichtet werden. Für den verletzten Marvin Blum ging Ersatzkeeper Tim Faber zwischen die Pfosten. An dem jungen Torwart hatte es aber sicher nicht gelegen, dass GWE am Ende mit dem 1:7 die höchste Niederlage in einem Ligaspiel seit dem 5. Mai 2019 kassierte (damals 1:8 bei SV Vestia Disteln II). „Flaesheim ist natürlich ein Gegner mit viel Qualität und bei uns haben acht Stammspieler gefehlt. Nach der Pause hatten wir durchaus Chancen, noch einmal zurückzukommen, machen aber nur ein Tor. Nach dem 1:4 war die Sache dann gegessen“, sagt Synowczik.

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