Ralf Zeitz aus Oer-Erkenschwick sitzt als Trainer auf der Bank von Teutonia SuS Waltrop.
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Unter anderem bei Teutonia SuS Waltrop saß der Oer-Erkenschwicker Ralf Zeitz auf der Trainerbank.

Fußball

Etliche Jahre war Ralf Zeitz Fußballer, später erfolgreicher Trainer: Das macht der 59-Jährige heute

  • Klaus Karickas
    vonKlaus Karickas
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In Fußballerkreisen genießt der Name Ralf Zeitz noch immer höchstes Ansehen. Auch wenn der heute 59-jährige Oer-Erkenschwicker schon einige Zeit als Trainer von der Bildfläche verschwunden ist. Doch der Name Ralf Zeitz ist nicht nur mit dem Fußball fest verwurzelt.

Bereits seit dem Jahr 2005 ist er gemeinsam mit seiner Ehefrau Anke Inhaber des „Cafe Corretto“ in Oer-Erkenschwick. Und den Bikern im Ostvest dürfte Zeitz als langjähriger Fahrer einer Harley Davidson ebenfalls ein Begriff sein. Doch der Reihe nach: Der Oer-Erkenschwicker hatte sich nicht nur als Trainer einen Namen gemacht. In den Jahren als Jugendfußballer spielte er zunächst für Grün-Weiß Erkenschwick, ehe es ihn zu seiner B-Juniorenzeit zu Westfalia Herne in die Westfalenliga zog. Dort blieb er auch in den ersten Jahren bei den Senioren, die zu seiner Zeit in der Oberliga auf Punktejagd gingen. „Das war für einen jungen Fußballer schon ein Erlebnis, in der Oberliga zu spielen“, sagt Zeitz rückblickend.

„Goldene Zeiten“ bei Westfalia Herne

Es waren die Goldenen Zeiten der Westfalia. Sponsor Erhard Goldbach (damals besser bekannt unter dem Namen Goldin-Tankstellen) hatte den Revierklub bis in die Zweite Liga geführt. Soweit ging der Weg von Ralf Zeitz nicht. Beruflich verschlug es den ehemaligen Polizeibeamten nach Köln und so endete auch die Zeit in Herne. Als er zurückkehrte ins Revier, kickte er zunächst in König Ludwig am Schimmelsheider Park für die Sportvereinigung Recklinghausen 95/08. Weitere Stationen als Kicker waren SV Borussia Ahsen, SW Meckinghoven (Landesliga) und dann zum Abschluss die Spvgg. Erkenschwick, wo er in der zweiten Mannschaft spielte.

Relegationsspiel in der Kreisliga vor 3000 Zuschauern

Das Ende der aktiven Laufbahn war zugleich der Start ins Traineramt. Was lag da näher, als die zweite Mannschaft des Traditionsvereins vom Stimberg zu übernehmen. Gleich im ersten Jahr in der Saison 92/93 wurde das Team punktgleich mit Preußen Hochlarmark Meister in der Kreisliga A. Das Entscheidungsspiel gewann Zeitz mit seinem Team vor 3000 Zuschauern in Suderwich mit 4:0. In den beiden folgenden Jahren wurden die Erkenschwicker jeweils Vizemeister in der Bezirksliga. Danach folgte der Wechsel zum Nachbarverein RW Erkenschwick, den er als Vorletzter der Kreisliga A übernahm und am Saisonende auf Rang zwei geführt hatte. „Das war ein tolles Team und eine gute Erfahrung als Trainer“, erinnert er sich noch gerne an diese Zeit zurück. Von Erkenschwick führte Zeitz dann der Weg in die Landesliga zu Teutonia SuS Waltrop.

Mit Teutonia SuS Waltrop in die Verbandsliga

Mit den Waltropern schaffte er über die Aufstiegsrunde den Sprung in die Verbandsliga. Weitere Stationen in seiner Laufbahn als Trainer waren SV Germania Datteln, SW Meckinghoven, Kültürspor Datteln, ehe es nochmals zu Teutonia Waltrop, damals Landesligist, ging. Dort musste Zeitz, der erst spät in der Saison 2012/13 verpflichtet wurde, erstmals als Trainer einen Abstieg hinnehmen. Nach zwei weiteren Spielzeiten in der Bezirksliga kam für ihn das Ende seiner Trainerlaufbahn. Die Waltroper wurden Vizemeister, schafften den Aufstieg nicht. Das Aufstiegsrelegationsspiel im Ostringstadion in Datteln gegen Viktoria Resse verloren die „Schwatten“ mit 0:2.

Seit 2003 viel mit der „Harrley“ unterwegs

„Ich habe fast nur gute Erfahrungen als Trainer gemacht“, sagt Zeitz, der sich durchaus als „harten Hund“ bezeichnen würde. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer viel investiert habe. Ich habe viel verlangt. Von mir, aber auch von meinen Spielern“, sagt Zeitz. Als die Firma Harley Davidson 2003 ihr hundertjähriges Bestehen feierte, ist auch Ralf Zeitz auf den Geschmack gekommen und hat sich eine Maschine der Kultfirma zugelegt. Seitdem ist er oft gemeinsam mit Ehefrau Anke und seinem Bike unterwegs.

Dieser neue Trainer ist seit einiger Zeit bei SW Meckinghoven aktiv.

Zuletzt hatte der aktuelle Trainer von Teutonia SuS Waltrop seinen Rücktritt zum Sommer angekündigt.

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