Der SV Horneburg wird am Freitag wohl aufgelöst. Im Schlossdorf wurde aber bereits ein neuer Verein gegründet.
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In Horneburg gibt es einen neuen Verein - die SG 48/20 Horneburg.

Nach der

Die SG Horneburg hat die Arbeit aufgenommen: Das hat der neue Verein geplant

  • vonOlaf Nehls
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Die Anfang Oktober neu gegründete SG Horneburg hat sich einiges vorgenommen. Geschäftsführer Frank Biskupski und die anderen aus dem Vorstand haben Ideen gesammelt. Da ist einiges zusammengekommen. Hier ein Überblick.

Einen neuen Verein zu gründen, ist sicher kein Hexenwerk. Schon zwei Leute können das, sieben braucht man, wenn man sich anschließend auch noch ins Vereinsregister eintragen lassen möchte. So wie die Sportgemeinschaft (SG) 48/20 Horneburg. Schwieriger ist es aber, den neuen Verein mit Leben zu füllen. Dazu braucht man Ideen, und man braucht Menschen wie Frank Biskupski, die erst die Ideen sammeln und diese dann gemeinsam mit den anderen umsetzen. Und Frank Biskupski, der als Geschäftsführer zum Vorstand der SG Horneburg gehört, hat einige Ideen, wie die Sportgemeinschaft wieder Teil des gesellschaftlichen Lebens in der Dattelner Schlossgemeinde werden könnte.

Sportanlage am Landwehrring wirkt verwildert

„Aktuell sind uns natürlich noch die Hände gebunden“, sagt Biskupski. Intensive Gespräche mit der Verwaltung stünden noch aus. Die Stadt müsse ja erst mal die Dinge mit dem SV Horneburg klären, für dessen Auflösung die Mitglieder gestimmt hatten, der aber noch Schulden aus dem Pachtvertrag haben soll. Unabhängig davon hat die SG Horneburg bereits die Arbeit aufgenommen, das Prozedere für die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Recklinghausen sei eingeleitet. „Jetzt müssen wir klären, ob wir die Sportstätte am Landwehrring nutzen dürfen. Aber davon gehen wir natürlich aus“, sagt Biskupski. Für die Platzanlage hatte siich kurz auch der FC 26 Erkenschwick interessiert, weil auf seinem Platz in Rapen derzeit ein Kunstrasen gebaut wird. In den vergangenen Tagen sei Biskupski, der Ende der 1990er-Jahre sogar für eine kurze Zeit Vorsitzender des SV Horneburg war, mal hingefahren zum Platz, sagt er. Und war entsetzt: „Ich war bestimmt zehn Jahre nicht mehr da. Das ist alles schon ziemlich runtergekommen. Da muss einiges gemacht werden. Wir hoffen da natürlich auch auf eine Starthilfe der Stadt.“

Senioren und Alte Herren in den Startlöchern

Vor seinem geistigen Auge sieht er aber schon, wie es auf der Sportanlage mal aussehen könnte – dort, wo sich das Dorf in erfolgreichen Zeiten sonntags regelmäßig zu den Heimspielen des SVH traf. „Wenn wir gegen Germania gespielt haben, kamen auch mal 200, 300 Leute zum Platz. Wo sind die alle geblieben?“, fragt Biskupski.
Um für die Menschen im Dorf wieder interessant zu werden, müsse man interessante Angebote schaffen. „Da wird Fußball allein nicht reichen“, ist er überzeugt. Neben einer Senioren- und einer Altherren-Mannschaft, die sich aus einer Hobbyfußball-Gruppe gebildet hat, plant der Verein mit weiteren Angeboten.

Radwandergruppe, Boule oder Skat-Turniere

Eine Radwandergruppe steht in den Startlöchern. „Da brauchen wir am Platz einen geeigneten Ort, wo man die Räder abstellen, wo man zusammensitzen, grillen oder auch mal ein Bierchen trinken kann“, sagt Biskupski. In der Nachbarstadt Oer-Erkenschwick hat sich gerade die Radwandergruppe der Versehrten-Sport-Gemeinschaft aufgelöst, weil sich niemand mehr gefunden hat, der sich um alles kümmern will. Auch zu ihnen will der Geschäftsführer Kontakt aufnehmen. Auch eine Boule-Anlage könnte auf dem Sportgelände entstehen. „Ich kenn’ das ja als Boccia, aber da gibt es sogar einen richtigen Ligabetrieb. Da nennt man das wohl Pétanque“, erzählt Biskupski. Im Vereinsheim könne er sich eine Dart-Anlage vorstellen, wo sich junge Leute treffen.

Begegnungsstätte für alle Horneburger Bürger

„Oder in der Holzhütte nebenan. Aber die ist wohl Eigentum des SV Horneburg. Keine Ahnung, was damit passiert“, sagt Biskupski. Die Palette an Ideen ist lang. Eine Volleyball-Hobbygruppe wolle man mit ins Boot holen, Skat- oder Doppelkopfturniere im Vereinsheim veranstalten, auch ein Beachvolleyball-Feld, das auch den Fußballern im Sommer zur Verfügung steht, könne er sich gut vorstellen, erzählt Frank Biskupski. „Am Landwehrring könnte so etwas wie eine Begegnungsstätte für alle Horneburger entstehen. Das muss unser Ziel sein.“

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