David Krück und Christian Schnettger kämpfen um den Ball.
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In der Winterpause der Saison 2006/2007 wechselte David Krück (r.), damals noch als Jugendspieler, zu SW Meckinghoven. In dieser Szene lieferte er sich als junger Spieler einen Zweikampf mit Ahsens Christian Schnettger.

Fußball

„Mister 100 Prozent“: So tickt David Krück, der neue Trainer beim A-Kreisligisten SW Meckinghoven

  • vonOlaf Nehls
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Kaum wurde David Krück bei SW Meckinghoven als Nachfolger von Olaf Senking auf dem Trainerstuhl des A-Kreisligisten vorgestellt, da mussten die Fußballer auch schon wieder pausieren. Richtig vorstellen konnte er sich nicht. Dabei hätte er viel erzählen können.

Den Start bei SW Meckinghoven, seiner ersten Station als Trainer, hat sich David Krück (32) sicher anders vorgestellt. Kaum da, muss er wegen Corona wieder eine Pause einlegen. „Aber wenn’s weitergehen kann, dann geben wir Vollgas“, verspricht der in der vergangenen Woche als Nachfolger des entlassenen Olaf Senking beim A-Kreisliga-Schlusslicht vorgestellten Dattelner. Vollgas und David Krück – das passt zusammen: „Ich hab’ als Fußballer auf dem Platz immer 100 Prozent gegeben, wenn nicht sogar mehr“, versichert der beruflich beim Grünflächenamt der Stadt Herne als Garten- Landschaftsbauer angestellte zweifache Familienvater – eine Tochter (3) und ein Sohn (1). Und diese Einstellung hat ihn in seinem Sport bisweilen weit gebracht.

In der C-Jugend beim VfB Waltrop

In der E-Jugend von SW Meckinghoven fing alles an. Von der Böckenheckstraße im Dattelner Süden ging es für den Defensiv-Allrounder im C-Jugendalter ins Waltroper Hirschkampstadion. Der VfB war schon damals eine der ersten Adressen im Nachwuchsbereich. Die Höhepunkte seiner Zeit als Jugendfußballer erlebte David Krück dann aber bei der Spvgg. Erkenschwick. Unter Trainer Magnus Niemöller stieg er 2006 in der Westfalenliga als Jungjahrgangsspieler mit der U19 des Klubs als erstes und bisher einziges Team im Kreis Recklinghausen in die Junioren-Bundesliga West auf. Auf sieben Einsätze brachte er es in der höchsten deutschen Spielklasse bis zur Winterpause. Ein Tor steht auf seinem Konto. Beim 1:2 gegen Bonner SC am zweiten Spieltag brachte er sein Team zwischenzeitlich in Front. In der Winterpause verließ er die Spvgg. aber überraschend, um in der Rückrunde wieder für SW Meckinghovens Senioren zu spielen. „Rückblickend sicher ein Fehler von mir“, gibt Krück heute zu. Aber die Ausbildung bei Forst- und Galabau Wolf in Waltrop und dazu am Stimberg viermal Training in der Woche seien ihm zu viel geworden, sagt er.

„Ein echter Knochen-Job!“

„Wir haben bei Wolf oft für die Deutsche Bahn gearbeitet, mussten die Gleise für den Schienenverkehr von Sträuchern und Bäumen freimachen – manchmal zehn bis zwölf Stunden pro Schicht. Das war ein Knochen-Job“, erinnert er sich. Fußballerisch war Meckinghoven – Sportlicher Leiter damals war Andreas Tewes – aber (noch) nicht die Endstation. Krück spielte unter anderem für den BV Brambauer in der Westfalenliga, später auch noch ein Jahr für den VfB Waltrop, der 2014 noch in der Bezirksliga auf Punktejagd ging.
Mit seiner Rückkehr zu SW Meckinghoven schließt sich für den 32-Jährigen der Kreis. „Meine Frau unterstützt mich“, sagt Krück, seit 2014 verheiratet. Mit seiner kleinen Familie lebt der 32-Jährige, der nebenbei die Meisterschule besucht, heute im Osten Dattelns, unweit des Ostringstadions.

„Kämpfen, kratzen und beißen“

Und als sich vor ein paar Tagen der Sportliche Leiter Nico Thoneick bei ihm meldete und ihm den Trainerjob bei SWM anbot, da musste Krück nicht lange überlegen. „Wir haben ein paar ganz gute Pöhler in der Truppe. Aber in der Kreisliga kommst du mit ,Hacke, Spitze, ein, zwei, drei’ nicht weit. Da muss man auch mal kämpfen, kratzen und beißen. Nur so schaffen wir den Klassenerhalt“, sagt er.

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