Hand drauf: Olaf May beglückwünscht Skandar Soltane nach dessen Vertragsverlängerung.
+
Talente aus der eigenen Jugend, wie hier Skandar Soltane (M.), wollen Olaf May (l.) und Michael Bröhl (r.) auch in Zukunft an die Spvgg. Erkenschwick binden.

Fußball

„Präsi“ Olaf May bleibt optimistisch: „Spvgg. Erkenschwick ist gerüstet für diese schwierigen Zeiten!“

  • vonOlaf Nehls
    schließen

Die erneute Unterbrechung der Saison und die Zwangspause für den Amateurfußball sei eine „Katastrophe“, sagt Olaf May. Doch der Vorsitzende der Spvgg. Erkenschwick sieht seinen Verein gerüstet für die schwierigen Zeiten.

„Die Zukunft in einigen Jahren“, so sagt es der ehemalige Kapitän, „muss für die Spvgg. Erkenschwick in der Oberliga, wenn nicht sogar noch eine Spielklasse höher stattfinden.“ Sind das nur große Töne, die der Vorsitzende kürzlich in einem Interview angeschlagen hat, oder steckt mehr dahinter? „Schon zweimal hat sich der Verein in der Vergangenheit sportlich für die Regionalliga qualifiziert. Beide Mal musste die Spvgg. aus wirtschaftlichen Gründen auf einen Aufstieg verzichten. Das soll beim nächsten Mal anders sein“, sagt der 52-Jährige, der seit Anfang 2019 im Amt ist. Und er sei zuversichtlich, dass die Zeiten wieder besser werden für die Spvgg. „Der Dank gilt in der aktuellen Situation allen Sponsoren, die den Verein trotzdem unterstützen, aber auch den Mitarbeitern und unseren Spielern, die auf Aufwandsentschädigungen verzichten. Da schließe ich auch die Leute aus der Jugend ausdrücklich mit ein“, sagt May.

„Profis haben Priorität, der Amateurfußball stirbt“

Geärgert habe er sich in den letzten Tagen aber über Vorgaben der Politik, die den Profis das Weiterspielen ohne Zuschauer erlauben und die Amateure wieder komplett ausbremsen. „Wir haben viel investiert, viel Manpower, aber auch Geld, um gute Hygienekonzepte zu erstellen und umzusetzen. Hier sollte man schwarze Schafe bestrafen und nicht alle.“ Dass die Profis in der Ersten, Zweiten oder Dritten Liga trotz ständig steigender Infektionszahlen weiterspielen dürfen, wundert Olaf May jedoch nicht. „Der Profifußball genießt in Deutschland offenbar höchste Priorität und der Amateursport stirbt. Bei den Profis geht es nur noch ums Geld. Das merken mittlerweile aber auch viele Fans. Das kann eine Chance für uns Amateure sein. Leute, die in Zukunft ehrlichen Fußball sehen möchten, kommen vielleicht wieder vermehrt ins Stadion. Da müssen wir aber auch alles richtig machen“, sagt Olaf May. Der „Präsi“ hat am Stimberg noch nicht fertig: „Wenn die Mitglieder mich noch wollen, stehe ich weiter zur Verfügung. Ich bin stolz darauf, erster Vorsitzender der Spvgg. zu sein.“

Verein will die Jugend wieder stärken

Der Verein wolle auch die eigene Jugend, wo May sich vor einigen Zeit von Mitarbeitern getrennt hatte, weiter stärken und eine Art Leistungszentrum werden. „In den nächsten Jahren“, verspricht Olaf May, „bekommen immer mindestens drei Spieler aus unserer A-Jugend einen Ein-Jahres-Vertrag für die erste Mannschaft und können sich dort bewähren.“ Die Spvgg. will so den eigenen Nachwuchs stärken. Dabei geht der Verein sogar noch weiter. A-Jugendspieler aus einem anderen Verein aus dem Kreis RE haben keine Chance, den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen. „Wer bei uns in der ersten Mannschaft dabei sein will, muss also zwangsläufig auch aus unserer Jugend kommen“, sagt May. Das sei durchaus auch als Kampfansage für andere Klubs aus dem Kreis zu verstehen, verrsichert der 52-Jährige.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Ein Lockdown zur Unzeit: Steht die neue Mädchenmannschaft des SV Titania auf der Kippe?
Ein Lockdown zur Unzeit: Steht die neue Mädchenmannschaft des SV Titania auf der Kippe?
Ein Lockdown zur Unzeit: Steht die neue Mädchenmannschaft des SV Titania auf der Kippe?
Tod von Maradona bewegt auch die Experten im Kreis: War er wirklich der größte Fußballer aller Zeiten?
Tod von Maradona bewegt auch die Experten im Kreis: War er wirklich der größte Fußballer aller Zeiten?
Tod von Maradona bewegt auch die Experten im Kreis: War er wirklich der größte Fußballer aller Zeiten?
Das Vertrauen ist da - der Trainer würde in Langenbochum gerne weitermachen
Das Vertrauen ist da - der Trainer würde in Langenbochum gerne weitermachen
Das Vertrauen ist da - der Trainer würde in Langenbochum gerne weitermachen
Im Austausch mit den Vereinen - diese Aufgaben übernimmt Pierre Nobbe beim Fußballkreis
Im Austausch mit den Vereinen - diese Aufgaben übernimmt Pierre Nobbe beim Fußballkreis
Im Austausch mit den Vereinen - diese Aufgaben übernimmt Pierre Nobbe beim Fußballkreis
Sinsen: Sperre für Jürgens - Leistungsträger bleiben
Sinsen: Sperre für Jürgens - Leistungsträger bleiben
Sinsen: Sperre für Jürgens - Leistungsträger bleiben

Kommentare