Dzenan Pilica von der Spvgg. Erkenschwick kämpft im Mittelfeld im Spiel gegen VfL Theesen um den Ball.
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Dzenan Pilica (am Ball) und die Spvgg. Erkenschwick hatten zum Saisonstart den VfL Theesen zu Gast.

Fußball

Saisonauftakt für Westfalenligist Spvgg. Erkenschwick: So lief das Heimspiel gegen VfL Theesen

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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E-Autos gelten zwar als neu, aber auch als noch nicht ausgereift. Es mangelt an der nötigen Reichweite. Auch der Akku bei der Spvgg. Erkenschwick war am Sonntag gegen VfL Theesen zu früh leer.

Erkenschwicks Trainer David Sawatzki war so schlau, die mangelnde Mobilität seiner Mannen in den Schlussminuten nicht alleine auf die unfreiwillige Trainingspause zu schieben, die sein Team hatte wegen Coronafällen beim Pokalgegner SV Schermbeck einlegen müssen. Denn was gegen einen zunächst biederen, am Ende angriffslustigen Gegner auch fehlte, war eine Portion Cleverness. Die knapp 200 Zuschauer (es wurden 162 Zahlende zum Saisonstart gezählt) hatten dabei zunächst große Hoffnung haben dürfen, dass ihrem Team ein guter Start in die Saison gelingen würde. Die Liga, der Gegner, der eigene Leistungsstand – alles war irgendwie nicht so ganz klar gewesen vor Anpfiff.

Gegner VfL Theesen wartet erst einmal ab

Mit Anpfiff jedoch entwickelte sich eine ziemlich einseitige Partie, in die der Gast tief stand und die Gastgeber gewähren ließ. Es war ein taktischer Schachzug, der aus der Not geboren war. Theesens Co-Trainer Timo Niermann, der den urlaubenden Chefcoach Andreas Brandwein vertrat, hatte kurzfristig einige Ausfälle zu beklagen und ließ sein Team daher erst mal abwarten. Theesen ließ nicht viel zu, trug aber auch lange nichts zum Spiel bei, sodass die Gastgeber immer wieder anrannten, aber wenige Abschlüsse zustande brachten. Wie man den VfL-Riegel aushebeln konnte, zeigten die Schwarz-Roten in Minute 27: Skandar Soltanes Traumpass in die Tiefe verwandelte Enes Kaya überlegt zur verdienten Führung. Kurz darauf hatte Finn Wortmann sogar das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss wurde aber im letzten Moment geblockt. Das erste offensive Lebenszeichen der Gäste war in Minute 41 zu notieren, als Marvin Höner halbrechts im Strafraum auftauchte, aber verzog.

Nach der Pause schaltet Erkenschwick zu früh ab

Die „Schwicker“, bei denen die Ergebnisse der Coronatests negativ waren, schienen mit dem 1:0 zufrieden, setzten nach Wiederanpfiff nicht mehr energisch genug nach und waren auch gedanklich nicht immer so flott, wie es vonnöten gewesen wäre. So kamen die Gäste aus Bielefeld plötzlich zu einigen klaren Gelegenheiten, etwa durch Jannis Wehmeier, bei dessen Kopfball sich Sören Stauder im Tor ganz lang machen musste (53.).

Ovelhey verliert das entscheidende Laufduell

Beim 1:1 halfen die Platzherren mit: Bei einem langen Ball auf Höner ließ sich Andreas Ovelhey in ein Laufduell verwickeln, das der Erkenschwicker Innenverteidiger Meter um Meter verlor. Den Zeitpunkt, den Ball auf seinen Keeper zurück zu passen, verpasste Ovelhey wie den für ein Foulspiel – Höner entwischte, lief an Stauder vorbei und schob zum 1:1 ein (56.). Erkenschwick wackelte fortan weiter, Entlastung fand kaum noch statt. Sami Bouachria blockte einen gefährlichen Schuss von Höner gerade noch rechtzeitig (67.), dann stand erneut Keeper Stauder im Mittelpunkt: Nach einem Ballverlust von Skandar Soltane war Finn Jaster frei vor ihm aufgetaucht (76.). Am Ende blieb es beim 1:1 –weil auch Theesen nicht mit letzter Konsequenz auf Sieg spielte. Grund: „Wir hatten vor Erkenschwick sehr großen Respekt“, sagte Coach Niermann.

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