Lukas Große-Puppendahl auf einem Fußballplatz in den USA
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Lukas Große-Puppendahl (rechts) ist weiter in den USA engagiert. Am College in Knoxville sieht der frühere Kapitän der Spvgg. Erkenschwick seine weitere Zukunft.

Fußball

Lukas Große-Puppendahl: So geht es dem ehemaligen Kapitän der Spvgg. Erkenschwick in den USA

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Als sich Lukas Große-Puppendahl im Spätsommer 2020 von der Spvgg. Erkenschwick, deren Kapitän er war, über den großen Teich verabschiedete, konnte er nicht ahnen, was passieren würde.

Die Saison im deutschen Amateurfußball hatte damals zwar begonnen, ist mittlerweile nach wenigen Spieltagen abgebrochen. Vor der Spielzeit 2020/2021 war der Weggang von „Puppi“ beim Westfalenligisten ein Schlag ins Kontor. „Ich würde ihn sofort wieder nehmen“, sagt David Sawatzki, Erkenschwicks Trainer, auch heute.

Co-Trainer in der zweithöchsten College-Liga

Doch mit einem Wiedersehen wird es so schnell nichts. Lukas Große-Puppendahl bleibt in den USA – und das noch für mindestens ein Jahr. Der 28 Jahre alte Halterner hatte vor zwölf Monaten überraschend ein Angebot der Carson-Newman-University angenommen, dort als Co-Trainer in der NCA2-Mannschaft einzusteigen. Es ist die zweithöchste College-Liga in den Vereinigten Staaten. Heute, nach mehr als einem halben Jahr in den USA, kann sich Große-Puppendahl vorstellen, sogar länger dortzubleiben. Die College-Ligen befinden sich zwar in der Pause, an den Unis herrschen Semesterferien. „Viel verpasst habe ich aber wohl nicht“, findet der 28-Jährige. Denn eine zumindest abgespeckte Saison mit anschließenden Play-off-Spielen hat „Puppi“ als Co-Trainer erleben dürfen – und das ist auf alle Fälle mehr, als es für ihn in Deutschland in dieser Zeit möglich gewesen wäre.

Kurz im Fokus der Profi-Klubs

Dass Lukas Große-Puppendahl eine große Affinität zu den USA hat, kommt nicht von ungefähr: Als Stipendiat studierte der Verteidiger vor einiger Zeit drei Jahre am Davis-and-Elkins-College in West Virginia, geriet dabei sogar in den Fokus des Profifußballs. Kurzzeitig liebäugelte der Bondschopf, der im College-Fußball mehrfach ausgezeichnet worden war, mit einem Engagement in einer amerikanischen Profimannschaft. Am Ende zerschlugen sich die Pläne und Lukas Große-Pupendahl kehrte zurück nach Deutschland. Dort bemühte sich Westfalenligist Spvgg. Erkenschwick um den Halterner – mit Erfolg. Beim Cranger-Kirmes-Cup des SV Sodingen Sodingen im Sommer 2018 gab „Puppi“ bei den Schwarz-Roten seine Zusage.

Kapitän und verlängerter Arm von Trainer Sawatzki

Am Stimberg avancierte der präsente Verteidiger schnell zur Stammkraft, auch wenn ihn Verletzungen zurückwarfen. In seiner zweiten und bislang letzten Saison für die Spvgg. war Große-Puppendahl nicht nur Kapitän, sondern auch verlängerter Arm auf dem Platz für Trainer David Sawatzki. Als Lukas Große-Puppendahl schon nicht mehr damit rechnete, kam erneut der Ruf aus den USA. Sein früherer Coach in West Virginia, Stephen Lyons, fragte an, ob er ihm bei seiner Station in Tennessee assistieren wolle. Der damals 27-Jährige wollte, zumal ihm die Carson-Newman-University die Möglichkeit anbietet, seinen Master-Abschluss im Studienfach Business Administration anzugehen.

Am Stimberg die Trainer-B-Lizenz erworben

Neben dem Rasen hatte er sich bereits qualifiziert: Während seiner Zeit am Stimberg hatte er bereits die Trainer-B-Lizenz erlangt. Eine Weiterbildung in Sachen Scouting und Spielanalyse kam dazu, sodass der Weg in den Trainerjob ohnehin bereitet war. „Das Team ist super, die Mannschaft ist top, wir haben unsere Gruppe gewonnen, waren dann auch an Nummer eins gerankt. Leider haben wir im Halbfinale gegen den späteren Sieger verloren. Es war wegen Corona eine verkürzte Saison. Im Großen und Ganzen sind wir aber zufrieden“, berichtet er. Große-Puppendahl, der eine halbe Autostunde von Knoxville entfernt wohnt, der drittgrößten Stadt im Bundesstaat Tennessee, hat an der Carson-Newman-University einen Vertrag bis Mai 2022. „Mein Visum ermöglicht es mir, dann noch ein Jahr dranzuhängen“, berichtet er. Dann soll auch sein Studium beendet sein. An eine vorzeitige Rückkehr nach Deutschland denkt er, nicht zuletzt wegen der Coronapandemie, nicht.

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