Thorben Oberhag sitzt am Schreibtisch in der Redaktion der Schweriner Volkszeitung
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Im Rahmen seines dualen Studiums arbeitet der Oer-Erkenschwicker Thorben Oberhag in der Lokalredaktion der Schweriner Volkszeitung. Fast fünf Jahre war der 24-Jährige zuvor Mitarbeiter unserer Lokalsportredaktion.

Fußball

Neue Heimat, neuer Job, neuer Klub: So geht‘s dem Ex-GWE-Fußballer Thorben Oberhag in Schwerin

  • vonOlaf Nehls
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Ende August letzten Jahres ist Thorben Oberhag (24) von Olfen nach Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern gezogen. So geht es dem ehemaligen Fußballer von GW Erkenschwick in seiner neuen Heimat heute.

An der Fachhochschule Kiel absolviert der 24-jährige Oer-Erkenschwicker, den viele Sportler im Kreis als langjährigen Freien Mitarbeiter unserer Lokalsportredaktion, aber auch als Seniorenfußballer von A-Kreisligist GW Erkenschwick kennen, ein duales Studium in den Fächern Journalismus und Medienwirtschaft. Und der junge Mann aus dem „Pott“, der am Stimberg aufgewachsen ist, fühlt sich auch in der kleinsten Landeshauptstadt Deutschlands wohl, wie er im folgenden Gespräch verrät.

Bachelor in Geschichte und Germanistik

Seinen Bachelor in Geschichte und Germanistik hat er schon in der Tasche. In Schwerin absolviert Thorben Oberhag jetzt im Rahmen eines dualen Studiums, das wegen Corona fast ausschließlich online stattfindet, auch ein Volontariat in der Lokalredaktion der Schweriner Volkszeitung. In der ist er einer von sechs Mitarbeitern. Sportjournalist, erzählt Oberhag, sei sein Berufsziel. „Daher bin ich hier wohl der Erste, der im ,Volo’ auch im Lokalsport eingesetzt wird“, vermutet der 24-Jährige.

Volontariat bei der Schweriner Volkszeitung

Drei Jahre dauert die Ausbildung insgesamt, zweieinhalb davon hat er noch vor sich. „Dann kann ich mir aber gut vorstellen, wieder ins Ruhrgebiet zurückzukehren.“ Aktuell teilt er sich mit drei Mitbewohnern – zwei Frauen, ein Mann – eine WG etwas außerhalb des Stadtzentrums. „Schwerin hat viele schöne Ecken, dazu einige Seen und auch bis zur Ostsee ist es nicht weit. Die Leute sind okay und glücklicherweise ,sächselt’ hier auch niemand“, erzählt er und lacht.

Für den Neumühler SV in der Landesklasse

Bei seinem alten Verein GW Erkenschwick, wo er u.a. auch Mitspieler von Jan Mratzny war, hat Oberhag sich mittlerweile abgemeldet, den Plan vom Zweitspielrecht verworfen. Einen neuen Klub hat er schon gefunden. Bis zum Lockdown im November trainierte er zweimal pro Woche im Westen der Stadt. Zwischen dem Neumühler, dem Lankower und dem Ostorfer See befindet sich die Platzanlage seines neuen Vereins, dem Neumühler SV. Auf sein Ligadebüt für den Tabellensiebten der Landesklasse IV wartet der Defensivspieler noch. Ist die Landesklasse nicht sowieso ein paar Ligen zu hoch für ihn? Immerhin sind es nur zwei Spielklassen bis zur Verbandsliga. „Die Landesklasse ist hier ungefähr so stark wie die Kreisliga A bei uns. Nur die Fahrten zu den Auswärtsspielen sind deutlich länger“, sagt Oberhag, der auch beim Skandal-Pokalspiel gegen seinen Ex-Klub Spvgg. Erkenschwick für Grün-Weiß auf dem Platz stand.

Saison in Mecklenburg-Vorpommern vor dem Abbruch

Selbst davon überzeugen konnte er sich bislang noch nicht. Auch in Mecklenburg-Vorpommern steht die aktuelle Fußball-Saison vor dem Abbruch, trotz deutlich besserer Inzidenzwerte als in NRW. „Ich rechne auch nicht mehr damit, dass wir in dieser Saison noch mal auf den Platz dürfen“, vermutet Oberhag, dem die neuen Mitspieler schnell den Spitznamen „der Schalker“ verpasst haben. Wenn man zur ersten Einheit im blau-weißen Dress des Lieblingsklubs aufläuft, ist man daran wohl selbst schuld.

Der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) ist einer der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes und eines von sechs Mitgliedern im Regionalverband Nordostdeutscher Fußballverband. Als solcher bildet der LFV die Dachorganisation aller 469 Fußballvereine in Mecklenburg-Vorpommern mit 60.502 Mitgliedern und 1.840 Mannschaften.

Zur Spielzeit 2017/18 wurde das Ligasystem in Mecklenburg-Vorpommern aufgrund sinkender Vereinszahlen erneut umgestellt. Die Landesliga ist seitdem mit zwei Staffeln und die Landesklasse mit vier Staffeln vertreten. Die höchste Spielklasse des Verbandes ist die Verbandsliga, darunter folgen die Landesliga, die Landesklasse, die Kreis-Oberliga, die Kreisliga und die 1. Kreisklasse. Der Meister der Verbandsliga steigt in die Oberliga Nordost auf.

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