Torwart Sefa Yaylaci konnte einem schon leidtun. 17-mal musste der Keeper von B-Ligist Spvgg. 95/08 Recklinghausen im Pokalspiel gegen Stuckenbusch im Sommer 2019 den Ball aus dem Netz holen. Für diese höchste Niederlage gab’s  immerhin 30 Liter Bier.
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Torwart Sefa Yaylaci konnte einem schon leidtun. 17-mal musste der Keeper von B-Ligist Spvgg. 95/08 Recklinghausen im Pokalspiel gegen Stuckenbusch im Sommer 2019 den Ball aus dem Netz holen. Für diese höchste Niederlage gab’s  immerhin 30 Liter Bier.

Fußball

Das sind die Ergebnisse der ersten Regionalkonferenz im Fußballkreis Recklinghausen 

Der Fußballkreis stellt in der ersten von vier Regionalkonferenzen Eckpunkte für die kommende Saison vor. Bei Corona-Verstößen kennt der Kreis kein Pardon. 

  • Die erste von vier Regionalkonferenzen im Fußballkreis fand bei SW Röllinghausen statt. 
  • Bei Verstößen gegen Corona-Regeln können Spiele gewertet werden. 
  • Einen Massenabstieg aus den Kreisligen soll es nach Möglichkeit nicht geben.   

Damit auch alle den Abend im Vereinsheim von SW Röllinghausen in guter Erinnerung behalten, packte Andreas Mermann, Vorsitzender im Kreisfußballausschuss, am Ende noch ein paar Geschenke aus. Bälle, Leibchen und Pils für die Klubs – was es eben so gibt im Fußballkreis. Für besondere Heiterkeit sorgte, dass sogar die übelste Pleite im Krombacher-Kreispokal 2019/20 noch „prämiert“ wird. Es geht um ein Spiel, das mehr als ein Jahr zurückliegt. Anfang August 2019 ging B-Kreisligist Spvgg. 95/08 Recklinghausen in der 2. Runde gegen Bezirksligist Sportfreunde Stuckenbusch mit sage und schreibe 0:17 (!) unter.

30 Liter Bier für eine 0:17-Pokalpleite

Sollte im Schimmelsheider Park noch immer ein Fußballer Kummer über das Desaster verspüren – er kann ihn nun in 30 Liter Hopfen-Kaltschale aus dem Hause des Pokalsponsors ertränken. Der Vollständigkeit halber: 30 Liter bekommen auch die Stuckenbuscher. Lohn für ihr Torfestival im Pokal. Bis dahin geht es bei der ersten von vier Regionalkonferenzen im Fußballkreis sachlich und konzentriert zu. Etwa bei der Präsentation der Staffeln im Fußballkreis. Die Einteilung war in diesem Jahr eine schwere Geburt. 14 Anträge auf Umgruppierungen gingen beim Kreis ein. „Bis auf zwei mussten wir alle ablehnen“, sagt Andreas Mermann. 

Anträge auf Umgruppierung abgelehnt

„Aber diese Entscheidungen haben wir uns nicht leicht gemacht.“ Noch am Montagmorgen ist es zu Verschiebungen gekommen, nun aber sind die Spielklassen und ihre Zusammensetzung „amtlich“: Veränderungen soll es nicht mehr geben. Klarheit haben nun auch die A-Kreisligisten über die Zahl der Absteiger. Die hängt bekanntlich an der Anzahl der Absteiger aus dem überkreislichen Fußball – und da könnte es in der kommenden Saison kompliziert werden. Die Bezirksligisten aus dem Kreis sind mittlerweile über drei Staffeln verteilt: Teutonia SuS Waltrop in Bezirksliga 9, vier Vereine in der Staffel 11, sieben Klubs in der Bezirksliga 14. Dies bedeutet: Summa summarum sind neun Absteiger möglich.

Moderate Abstiegsregelung in den Kreisligen

Anders als im westfälischen Fußball, wo ein drohender Massenabstieg vor allem in der Oberliga für helle Empörung in den Klubs sorgt, hat der Fußballkreis eine moderate Regelung für die Kreisliga A beschlossen. Noch bei sechs Absteigern aus der Bezirksliga bleibt es bei jeweils zwei Absteigern aus beiden Kreisligen A. „Zur Not würden wir die Ligen zur Saison 2021/22 dann aufstocken“, sagte Andreas Mermann. Erst bei sieben, acht oder neun Absteigern kommen die Dritt- und Viertletzten ins Spiel. Damit, so der KFA-Vorsitzende, hätten alle Vereine Planungssicherheit.

Wertung bei Verstoß gegen Corona-Regeln

Viele Fragezeichen wirft die Planung der kommenden Saison im Zeichen von Corona auf. Auf die Vereine, das wurde auf der Versammlung deutlich, kommt viel Arbeit im Fußball-Alltag zu. Mermann empfahl dringend, die Hygieneauflagen zu studieren – und sie einzuhalten. Bei Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung, so steht es in Paragraf 13 der Durchführungsbestimmungen für die kommende Saison, darf eine Gastmannschaft abreisen. Wörtlich heißt es dort: „In diesen Fällen wird das Spiel für den Heimverein als verloren gewertet und darüber hinaus ein Ordnungsgeld verhängt.“ Dies bedeute aber nicht, „dass eine Mannschaft unter Verweis auf irgendeine Kleinigkeit abhauen kann und die Punkte einsackt“, kündigt Andreas Mermann an. Am Ende stünde der Schiedsrichter in der Pflicht.

Auf die Einhaltung der Hygieneregeln sollten alle Vereine auchten, damit der Saisonbeginn am 6. September nicht gefährdet wird.

Am Montag hatte der Kreis Recklinghausen die

Staffeleinteilung

bekannt gegeben. 

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