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Wer hat das Köpfchen am Sonntag am nächsten am Ball? Der TSV mit Kujtim Arifaj (l.), der in Hagen-Haspe gastiert, oder Erkenschwick mit Tim Forsmann, das zu Gast ist bei YEG Hassel?

Fußball

Kreis-Quintett Im Westfalenpokal am Ball

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So viel Westfalenpokal war nie – zumindest nicht aus Sicht des Fußballkreises Recklinghausen. Neben Kreispokalsieger TSV Marl-Hüls und dem Finalisten Spvgg. Erkenschwick haben sich drei (!) weitere Mannschaften für die Vorstufe zum DFB-Pokal qualifizieren können.

SV Schermbeck schaffte den Sprung über die Westfalenliga, TuS Haltern als Dritter des abgelaufenen Kreispokalwettbewerbs sowie TuS 05 Sinsen per Los (!) Unter höchst unterschiedlichen Voraussetzungen geht das Quintett am Sonntag die erste Pokalrunde an. Hasper SV - TSV Marl-Hüls (So., 15 Uhr – BSA Haspe, Kunstrasen; Navi: Stephanstraße 111, Hagen) . Beim Landesligisten will der TSV Marl-Hüls sofort seine Favoritenstellung untermauern: „Je eher wir deutlich machen, dass wir zwei Klassen höher spielen, desto besser ist das für den Spielverlauf“, erklärt Trainer Michael Schrank. Er wünscht sich ein frühes Tor gegen einen „sicher hoch motivierten und tief stehenden Gegner“. Die Gastgeber konnten in der Landesliga 2 in der vergangenen Saison den Abstieg nur knapp verhindern. Obwohl der Klub einige Leistungsträger verloren und durch Bezirksligakicker ersetzt hat, will Trainer Werner Boss diesmal mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben. „Ein Platz zwischen sieben und zehn“ ist sein Saisonziel. TSV-Coach Michael Schrank ist optimistisch, obwohl er mit einem dezimierten Kader nach Hagen fährt. Neben den verletzten Torsten Stondzik, Niklas Baf und Tekin Tugay stehen hinter dem Einsatz der beruflich belasteten Alexander Thamm, Sebastian Westerhoff und Christian Erwig Fragezeichen. Der Übungsleiter hofft aber, dass das Trio dabei sein kann. YEG Hassel - Spvgg. Erkenschwick (So., 15 Uhr – Lüttinghof Hartplatz; Navi: Lüttinghofstraße 3 , Gelsenkirchen). „Das ist ein echtes Brett. Hassel ist hochverdient aufgestiegen und hat sich jetzt noch einmal mächtig verstärkt“, zollt Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller dem Neu-Westfalenligisten ordentlich Respekt. Dass die Partie aufgrund des gesperrten Rasenplatzes auf Asche stattfindet, macht die Sache nicht leichter und stellt Niemöller auch vor eine Herausforderung. „Ich werde genau hingucken, wer diesen Umstand annimmt. Natürlich wird das ein Kampfspiel – und da braucht man dann auch Kampfspieler.“ Definitiv nicht dabei sein werden Mirko Eisen, Janos Bluhm, Deniz Batman und Julian Sammerl. Tim Kilian ist angeschlagen. Wie wichtig ihm der Pokal ist, macht Niemöller dann aber auch noch deutlich. „Das ist ein toller Wettbewerb, für den wir uns in der vergangenen Spielzeit richtig gequält haben, um uns zu qualifizieren. Das war eins unserer Saisonziele.“ Dass es gegen Hassel, das sich unter anderem, mit Mesut Özkaya und dem ehemaligen türkischen U21-Nationalspieler Ahmet Inal mit einem Duo mit Profi-Erfahrung in der Türkei verstärkt hat, ein heißer Tanz wird, weiß auch Niemöller. „Von allen Westfalenligisten war das wohl das schwerste Los. Bei denen hat alles Hand und Fuß. Da ist meine Mannschaft absolut gefordert.“ SV Sodingen - TuS 05 Sinsen (So., 15 Uhr – Glückauf-Stadion, Navi: Am Holzplatz, Herne). Coach Martin Schmidt sieht beim Landesligisten „eine Partie auf Augenhöhe“ auf seine Elf zukommen. „Sodingen ist heimstark, wir haben einige Ausfälle, unserer theoretischer Liga-Vorteil ist meiner Meinung nach nicht gegeben“, so der Coach des Westfalenligisten. Dominique Temming und Alexander Glembotzki sind verletzt, Danny Tottmann und Alper Özgen noch im Urlaub. „Unser Kader ist momentan leider nicht so breit besetzt, wie ich das kurz vor Saisonbeginn gern hätte“, gibt Schmidt zu. Positiv stimmt den Trainer allerdings der letzte Auftritt seiner Elf gegen Westfalia Herne – trotz der 2:3-Niederlage. „Da hätten wir eigentlich gewinnen müssen, hatten viele gute Möglichkeiten gegen einen guten Gegner“. Und so hofft der Coach, dass der Ausgang am Sonntag besser ist und „wir die Nase vorn haben“. Concordia Wiemelhausen - TuS Haltern (So., 15 Uhr – Sportpark Concordia Wiemelhausen, Navi: Glücksburger Straße 25, Bochum). Auch wenn hier zwei Landesligisten aufeinandertreffen, sind die Halterner aufgrund der zahlreichen hochkarätigen Neuzugänge favorisiert. Auf die leichte Schulter wird das Team von Trainer Sven Hozjak die Bochumer allerdings nicht nehmen. Der Aufsteiger in die Landesliga 3 – Haltern spielt in der Parallelstaffel 4 – hat eine beeindruckende Bezirksliga-Saison hinter sich, wurde mit satten 21 Punkten Vorsprung Meister – bei einem stattlichen Torverhältnis von 134:27. TuS Hordel - SV Schermbeck (So., 15 Uhr – Hordeler Heide, Navi: Hordeler Heide 189, Bochum). Nicht unbedingt ein Traum-Los war der TuS Hordel für die Schermbecker. Der Westfalenligist aus Bochum hat eine solide Saison hinter sich, in der am Ende Platz acht heraus sprang, und gilt als heimstark. Auf der anderen Seite ist der SVS als Neu-Oberligist natürlich Favorit und reist unter anderem mit dem Turniersieg beim TSV Marl-Hüls im Gepäck nach Bochum.

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