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Dieses Duell wird es im Frühjahr nicht mehr: SW Meckinghoven spielt in der Meisterrunde, der FC 26 in der Platzierungsrunde.

Fußball

Zu wenig Spannung: Ein 10:2 soll es nicht mehr geben

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Zwölf Frauen-Mannschaften in der Kreisliga A Recklinghausen müssen sich an einen neuen Spielmodus gewöhnen. Die Klasse wird geteilt – in eine Meisterschafts- und in eine Platzierungsrunde. 

  • Der Fußballkreis teilt die Frauen-Kreisliga in eine Meisterrunde und eine Platzierungsrunde.
  • Stärkere und schwächere Mannschaften sind dann unter sich.
  • Ob es dabei bleibt, ist noch ungewiss. 

„Es ist ein Versuch“, sagt der Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey über die Entscheidung von Kreisfußballausschuss und Kreisvorstand. Der soll Teams, die nicht so spielstark sind, die Chance auf Erfolgserlebnisse bieten. Auf der anderen Seiten könnten sich die besten Mannschaften weiter auf hohem Niveau messen.

Die letzten Ergebnisse sprechen dafür: So unterlag im Dezember der Tabellenachte SG Borken dem SC Reken mit 2:10. Ein spannender Wettbewerb sieht anders aus. Allerdings: Die ersten Reaktionen aus den Vereinen zum Modus fallen eher verhalten aus.

Ich hätte gerne in der Meisterrunde mitgemischt und die Großen geärgert“, sagt etwaMarco Schmidt, Trainer der DJK Spvgg. Herten II. Seine Elf hat die Meisterrunde als Tabellensiebter um drei Punkte verpasst. Nun will Schmidt mit den Hertenerinnen zumindest den siebten Rang verteidigen. Aber es werde wohl schwer, die Spielerinnen für die zweite Saisonhälfte zu motivieren: „Letztlich haben wir zehn Freundschaftsspiele, in denen Punkte vergeben werden. Das ist eine Spaßveranstaltung, mehr nicht.“

An der Teilung gibt es auch Kritik

Die Fußballerinnen von SW Meckinghoven spielen ab März in der Meisterrunde um den Titel mit. Besonders angetan ist Trainer Carsten Faßbender von der Teilung der Liga aber nicht. „Ich finde es schade, dass es so ist. Man hätte die Liga so weiterspielen sollen. Dann hätten Mannschaften aus dem unteren Bereich auch noch die Möglichkeit gehabt, Punkte zu sammeln.“

Für Matthias Bessel, Trainer des FC Marl, gibt es „gute Argumente“ für den Modus. „Ich finde aber, wir sollten zum alten Modus zurückkehren. Es ist schwierig, Spielerinnen zu motivieren.“ Den schwächeren Mannschaften werde die Möglichkeit genommen, sich weiterzuentwickeln. „Sie wollen ja auch mal bessere schlagen.“

Der Kreisvorstand will mit den Vereinen über den Modus reden.

„Es wäre fatal, wenn der Eindruck entstünde, dass wir das über die Köpfe hinweg entscheiden würden. Wir wollen die Vereine mitnehmen.“ Im Frühjahr will der Kreis die Frauenfußballklubs zu einer Tagung einladen. Dann soll über den Spielbetrieb in der Kreisliga A geredet werden. Und darüber, wie es weitergeht mit dem Frauenfußball im Kreis.

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