Fußball - Kreissportgericht

Harte Schmerzen, weiches Urteil

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RECKLINGHAUSEN - Was am Ende der Verhandlung vor dem Kreissportgericht sicher war, war nur das: Es war schmerzhaft. Sehr sogar. Ob es nun aber ein unbeabsichtigter Tritt oder ein gezielter Griff in den Unterleib war, der Hochlarmarks Florian Freese im Pokalspiel gegen die SG Suderwich am 14. 8. auf den Boden schickte, war nicht zu klären.

Schiedsrichter Öner Calik hatte Christoph Meyer als Übeltäter ausgemacht und den Suderwicher per Roter Karte vom Platz geschickt. Im Spielbericht vermerkte der Unparteiische, dass Meyer nicht nur offenbar zugegriffen, sondern auch noch dort „gezogen“ habe, wo es gemeinhin besonders wehtut.

Wäre dem so gewesen, wäre Meyer kaum um eine mehrmonatige Sperre umhingekommen. Am Ende entschied das Kreissportgericht nur auf grobe Unsportlichkeit und sperrte den Suderwicher Angreifer bis zum 11. September.

Es könne sein, dass er seinen Gegenspieler im Gerangel bei einem Freistoß unbeabsichtigt an einer empfindlichen Stelle getroffen hätte, sagte Meyer in der Verhandlung. Hochlarmarks Freese hatte einen Kniestoß im Unterleib gespürt, wollte Meyer aber keine Absicht unterstellen. Beides waren Versionen, die fernab von der Darstellung des Schiedsrichters lagen, daher das milde Urteil.

Dem Sportgericht kam die Herumeierei in der Verhandlung dennoch recht komisch vor: Wenn doch alles nur im Affekt geschehen sei, wieso hatte sich Christoph Meyer nicht gegen den Platzverweis gewehrt? Und der Verein nicht sofort gegen den harschen Eintrag des Schiedsrichters protestiert? „100 von 100 Spielern hätten protestiert, nur Sie nicht“, ließ der Vorsitzende Bruno Ruch große Zweifel an der Darstellung durchblicken.

Indes: Bei drei so unterschiedlichen Versionen blieb es eben bei: Im Zweifel für…

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