Tino Leushacke, Kai Welter und Sven Hinze (v.l.) von den Ponderosa Fohlen aus Oer-Erkenschwick.
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Tino Leushacke, Kai Welter und Sven Hinze (v.l.) von den Ponderosa Fohlen aus Oer-Erkenschwick.

Fußball

Das denken die „Ponderosa Fohlen“ über den Wechsel von Marco Rose zum BVB

  • vonOlaf Nehls
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Die Ankündigung von Trainer Marco Rose, dass er Borussia Mönchengladbach nach nur zwei Jahren wieder verlassen will, um zum BVB weiterzuziehen, stieß auch bei den „Ponderosa Fohlen“, einem Oer-Erkenschwicker Gladbach-Fanklub auf wenig Verständnis, wie eine kurze Umfrage jetzt ergab.

Die Stimmung bei den Fans von Borussia Mönchengladbach war am Rosenmontag ganz tief im Keller. Und das lag nicht nur an den abgesagten Karnevalsumzügen im Rheinland und im Ruhrgebiet. Marco Roses Ankündigung, die Elf vom Niederrhein nach nur zwei Jahren wieder zu verlassen, stieß fast allen bitter auf.

„Nur große Worte ohne großen Wert“

„Es hatte sich in den vergangenen Wochen immer mehr angedeutet. Viele von uns, auch ich, wollten es nicht glauben, nicht wahrhaben, nicht verstehen. Und ganz ehrlich – es ärgert mich persönlich fürchterlich, dass es ausgerechnet wieder dieser Verein ist, der hier nach einem Stück Gladbacher Klasse greift, weil er es selbst nicht auf die Reihe bekommt“, sagt Kai Welter, zweiter Vorsitzender der „Ponderosa Fohlen“. Und Welter, Torwart bei GW Erkenschwick, legt nach: „Was am Ende bleibt, sind verblühte Sympathie und verblühte Träume. Aus der vollmundigen Ankündigung, bei unserem Verein etwas aufbauen zu wollen, aus den lobenden Worten für die Tradition und die heutige Entwicklung der Borussia werden nun Worte ohne großen Wert, ein moralischer Bumerang. Das wird an Marco Rose hängen bleiben. Das wird er sich vorwerfen lassen müssen.“

„Er kann froh sein, dass keine Fans ins Stadion dürfen“

In die gleiche Kerbe schlägt auch Gründungsmitglied Torsten Kaufmann, selbst viele Jahre als Trainer u.a. bei GW Erkenschwick, Kültürspor Datteln, SF Stuckenbusch oder SV Titania Erkenschwick tätig. „Es bleibt abzuwarten, was das noch alles nach sich zieht, welche Spieler dem Trainer vielleicht mit nach Dortmund folgen. Auf jeden Fall hat Marco Rose nicht mit offenen Karten gespielt und sich in der Sache nicht gut präsentiert. Und wenn ich dann seine Begründung höre, dass er nach Dortmund wechselt, weil es zu seinem Lebensplan gehört, mit 55 oder 60 Jahren nicht mehr arbeiten zu müssen, dann ist das ein Schlag ins Gesicht der arbeitenden Bevölkerung in unserem Land. Da kann der Trainer froh sein, dass zurzeit keine Fans ins Stadion dürfen.“

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