Beim Training in den USA muss auch der Marler David Sdzuy einen „Gaiter“ um den Hals tragen.
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Beim Training in den USA muss auch der Marler David Sdzuy einen „Gaiter“ um den Hals tragen.

Fußball

So geht‘s dem Ex-Sinsener David Sdzuy aktuell in den USA

  • Jochen Sänger
    vonJochen Sänger
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Erst im Frühjahr 2021 beginnt die zweite Saison von David Sdzuy im Trikot der LR Bears. Der Student aus Marl hat mit dem Soccerteam der Lenoir-Rhyne-University in Hickory (North Carolina) zweieinhalb Monate lang intensiv trainiert.

Mittlerweile ist der Sportbetrieb der Universitätsfußballer aber auch in den USA wegen der hohen Corona-Fallzahlen vorläufig eingestellt worden. Nachdem der 26-jährige Fußballer das Sommersemester durch die Teilnahme an Online-Veranstaltungen von zu Hause aus absolviert hatte, war er im Frühherbst zurück in die Staaten geflogen, um sein Masterstudium in „Business Administration“ mit dem Schwerpunkt Rechnungswesen vor Ort fortzusetzen.

Saison aufs nächste Semester verschovbn

„Die Universität hat sich sehr gut auf die Situation eingestellt“, findet der frühere Fußballer des TSV Marl-Hüls und des TuS 05 Sinsen, der für die laufende Saison vorsorglich beim DSC Wanne-Eickel (Westfalenliga 2) zugesagt hat. „Die unterschiedlichen Maßnahmen tragen zur Beruhigung bei. Ich bin zweimal getestet worden.“ Die Soccersaison wurde auf das nächste Semester verschoben. „Stattdessen haben wir intensiv trainiert“, berichtet David Sdzuy. Viermal in der Woche ging es auf den Platz; daneben gab es ein bis zwei Einheiten im Kraftraum. Testspiele gegen andere Teams waren nicht erlaubt. Also wurden nur interne Vergleiche angesetzt.

Beim Training tragen alle einen Mundschutz

Beim Training trugen die Universitätskicker um den Hals ihre „Gaiter“ (deutsch: Stulpen). „Die mussten wir hochziehen, wenn wir enger zusammenstanden“, erklärt der Außenbahnspieler, der sein Studienprogramm wahlweise in Präsenzform oder digital bewältigen durfte. Seit dieser Woche ist das Lehrangebot wegen zu hoher Fallzahlen aber nur noch komplett online möglich.

Training beim DSC Wanne-Eickel geplant

Allen Studenten ist freigestellt worden, nach Hause zu fliegen. Der Marler bleibt aber bis Anfang Dezember in North Carolina. „Das ist organisatorisch einfacher, zum Beispiel im Hinblick auf die Zeitverschiebung“, findet Sdzuy. Sollte der Amateurfußball in Westfalen noch im alten Jahr weitergehen, möchte der Linksfuß gleich ins Training beim DSC Wanne-Eickel einsteigen und vielleicht sogar noch ein Spiel bestreiten. Im Januar geht es zurück in die USA. Stark beeindruckt hat David Sdzuy die Intensität des Präsidentschaftswahlkampfes in North Carolina. „Die Anspannung war spürbar, auch bei uns in der Mannschaft. Viele gehen für ihre Partei auf die Straße oder posten regelmäßig ihren Standpunkt in den sozialen Netzwerken.“

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