Mirko Grieß vom TuS 05 Sinsen Jarno Kassebaum von TuS Tengern
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Typisch Mirko Grieß: Auch in dieser Szene setzt sich der Angreifer des TuS 05 Sinsen (rechts) gegen Tengerns Jarno Kassebaum kraftvoll durch.

Fußball

Sinsener Spätzünder: Mirko Grieß dreht bei seiner Heimpremiere für den TuS 05 mächtig auf

  • Thomas Braucks
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Mirko Grieß führt den TuS 05 Sinsen zu einem 5:1-Erfolg. Der Mann des Tages beim Spiel gegen TuS Tengern bleibt nach seinem „Dreier-Pack“ auf dem Boden.

Als der TuS 05 Sinsen im Juli die Verpflichtung von Mirko Grieß bekannt gab, da waren nicht alle Freunde des Klubs überzeugt. Ein Spieler, der 31 ist, zuletzt vor allem in der Bezirksliga „einnetzte“, soll die offensive Probleme eines Westfalenligisten lösen? Die passende Antwort gab Mirko Grieß am Sonntag bei seiner Heimspiel-Premiere. Mit einer erstklassigen Leistung und drei Treffern in der 8., 27 und 56. Minute führte Grieß den TuS 05 zum 5:1-Erfolg über den TuS Tengern. Nach 84 Minuten holte Trainer Michael Schrank den Angreifer vom Platz – unter großem Beifall der Zuschauer und der Kollegen.

„Er hat das Spiel seines Lebens gemacht“

Kurz nachdem Grieß ein letztes fulminantes Solo gestartet hatte. Zwei Gegenspieler ließ er stehen, am Ende verzog er – Auge in Auge mit Tengerns Torhüter – nur knapp. „Wenn er da einfach die Pike nimmt, geht der Ball auch noch rein“, meinte Schrank hinterher. Als Kritik wollte der Fußball-Lehrer das keinesfalls verstanden wissen: „Mirko hat heute das Spiel seines Lebens gemacht.“ Der kommentierte seinen Auftritt hinterher bescheiden. Statt über die eigene Leistung sprach er lieber über die gute Stimmung in der Mannschaft und über den Zusammenhalt, der in der Truppe herrscht.

Ausgebildet in der Jugend der Spvgg. Erkenschwick

Nach fünf Jahren beim VfB Hüls wollte sich der Ex-Erkenschwicker noch mal im höherklassigen Amateurfußball beweisen und wechselte in die Westfalenliga. „Vielleicht bin ich ja ein Spätzünder“, gab Grieß nach seinem „Dreier-Pack“ schmunzelnd zu Protokoll. Die Spielweise beim TuS 05 komme ihm entgegen. „Beim VfB Hüls musste ich mir die Bälle oft hinten holen – dann fehlten mir vorn entsprechend die Kräfte. Aber heute fühlte ich mich gut in Form, und auch der Gegner hat offensiv mitgespielt. Da konnte ich meine Fähigkeiten gut einbringen.“

In der Torjägerliste wird er auf Platz zwei notiert

Dass Mirko Grieß in Liga sechs bestehen kann, hat er in der Vergangenheit schon bewiesen. Ausgebildet in der Jugend der Spvgg. Erkenschwick, war er für die Schwarz-Roten ein Jahr in der Oberliga am Ball. Danach wechselte er schon einmal nach Sinsen. Mit dem VfB Hüls stieg er in die Landesliga auf und wieder ab. Jetzt, bei seinem zweiten Engagement beim TuS 05, könnte er für für den Klub richtig wertvoll werden. Als schneller, kraftvoller und schlitzohriger Schütze vom Dienst. In der Torjäger-Liste der Westfalenliga Staffel 1 wird Mirko Grieß nach zwei Spieltagen auf dem zweiten Rang notiert.

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