+
Wieder eine Chance vertan: Lennestadts Torhüter Kevin Schulte entschärft einen Freistoß des Sinseners Marvin Piechottka.

Fußball

Nach dem 0:1 verliert der TuS 05 die Linie

MARL - Für Westfalenligist TuS 05 Sinsen wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Nach dem 0:5 in Meinerzhagen unterlagen die Marler nun 0:1 gegen den FC Lennestadt und sind die Tabellenführung los.

Eigentlich sollte es eine klare Angelegenheit werden, wenn der Spitzenreiter der Westfalenliga auf den Tabellenletzten trifft. Der TuS 05 Sinsen nahm seine Favoritenrolle zunächst auch an, spielte keine überragende, aber doch eine gute erste Halbzeit. Doch nach dem Seitenwechsel schmolz die Vorherrschaft auf dem Platz mehr und mehr. Und der Gast aus dem Sauerland wurde immer kecker, wirkte robuster in den Zweikämpfen. Und der Aufsteiger bekam vom TuS nach einer Stunde Spielzeit eine Chance als Geschenk serviert, die ihr Mittelstürmer Florian Friedrichs zum Tor des Tages eiskalt ausnutzte. Der Tor des Tages war in diesem Fall Sinsens Abwehrspieler Emre Köksal, der sich in einem Zweikampf mit dem „Langen“ des FC, Christian Schmidt, tollpatschig anstellte. Jedenfalls hatte Friedrichs, in der letzten Saison beachtliche 35 Mal erfolgreich, freie Bahn zum TuS-Tor, neckte auch noch Sven Jürgens und lupfte den Ball zur Führung ins Sinsener Tor. Dieses Gegentor, das erste seit dem 21. April dieses Jahres im eigenen Stadion, traf die Schwarz-Weißen scheinbar ins Mark. Denn in der Folge gingen bei den Marlern alle Matchpläne verloren. Klare Aktionen waren nicht mehr auszumachen. Unruhe beim TuS 05 – auf und neben dem Platz Das Flügelspiel funktionierte nicht mehr. Unruhe machte sich auf dem Platz und auf der Bank breit. Und der Gegner stabilisierte sich weiter, merkte, dass hier in Sinsen ein Sieg drin sein könnte. Sinsens Trainer Antonios Kotziampassis hoffte, dass seine Einwechselspieler wie Miguel Cornelius, Marius Speker und später noch Johannes Engel einen Geistesblitz haben würden. Doch die Partie blieb verfahren, eine klare Torchance war nicht mehr vorhanden. Nach Spielende weinte Kapitän Timo Koscholleck dem durchaus ansehnlichen Spiel und den großen Torchancen seiner Mannschaft aus der ersten Hälfte hinterher. Die größte Gelegenheit besaß ohne Zweifel Marvin Piechottka kurz vor dem Seitenwechsel, als er ein Zuspiel von Patrick Goecke frei vor dem Tor aus vielleicht vier Metern Torentfernung nicht im gegnerischen Tor unterbringen konnte. Aber auch der spätere Pechvogel Köksal hätte nach 23 Minuten treffen können: Völlig unbedrängt köpfte er einen Eckball von David Sdzuy neben das FC-Tor. Zu erwähnen wäre zudem eine Freistoßchance durch Piechottka aus zentraler Position, 17 Meter vor dem Tor. Keeper Kevin Schulte reagierte prächtig, Patrick Goecke kam im Nachsetzen einen Tick zu spät. Ansonsten zeigte die Heimelf viele gute Aktionen über die Flügel, doch die finalen Zuspiele gerieten oft zu ungenau.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Weiße Pracht vor dem Rathaus Herten: So lief die  Eröffnung der "Winterwelt"
Weiße Pracht vor dem Rathaus Herten: So lief die  Eröffnung der "Winterwelt"
Online-Voting: Wer sind die Sportler des Jahres 2019 im Kreis Recklinghausen?
Online-Voting: Wer sind die Sportler des Jahres 2019 im Kreis Recklinghausen?
Zusammenstoß auf der Halterner Straße in Marl - Feuerwehr befreit Verletzte aus ihren Autos 
Zusammenstoß auf der Halterner Straße in Marl - Feuerwehr befreit Verletzte aus ihren Autos 
Kein Anschluss unter dieser Stadt - Marl verliert wichtige Zug-Verbindung
Kein Anschluss unter dieser Stadt - Marl verliert wichtige Zug-Verbindung
Transporter wird seit einem Jahr nicht bewegt - was die Behörden jetzt tun können
Transporter wird seit einem Jahr nicht bewegt - was die Behörden jetzt tun können

Kommentare