Fußball

Oberliga: Oerterers tragende Rolle, Gedenks Ansage

KREIS - Torjägern sagt man immer eine gewisse Portion Egoismus nach. Die mag bei Stefan Oerterer auf dem Feld durchaus zu sehen sein. Außerhalb stellt sich aber auch „Ö“ in den Dienst der Mannschaft. So wie am Sonntag nach dem 2:1-Erfolg im Oberliga-Spitzenspiel gegen die TSG Sprockhövel.

Im Vereinsheim der Spvgg. erläuterten Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller und sein Kollege von der TSG, Andrius Balaika, gerade ihre Sicht auf das Spiel, da platzte Oerterer herein, stapfte geradewegs zur Theke und organisierte erst mal 24 Kaltgetränke fürs Team. Dass der 27-Jährige weiter eine tragende Rolle im Klub spielt, wird auch mit Blick auf die Torjägerliste deutlich: Mit neun Treffern, einer davon beim 2:1 gegen die TSG, hat sich Oerterer wieder an die Spitze gepirscht, auch wenn er die noch mit vier anderen Angreifern teilen muss. „Das spricht für ihn und seine Qualität“, sagt sein Trainer, der nicht nur zufrieden war mit dem Erfolg über den Spitzenreiter („Ein Sieg über Sprockhövel ist vorher 13 anderen Mannschaften nicht gelungen.“), sondern auch mit dem mittlerweile sprichwörtlichen Erkenschwicker Herbst: „Fünf Siege aus den letzten sieben Spielen sind schon in Ordnung.“ Und das, obwohl die Spvgg. auch im Spitzenspiel wieder einen Rückschlag hinnehmen musste: Stefan Grummel fiel mit Oberschenkelproblemen aus. Der ehemalige Wattenscheider hat sich im defensiven Mittelfeld längst einen festen Platz gesichert. Aber auch das spricht für Erkenschwick im Herbst 2015: Philipp Rosenkranz sprang nahtlos ein und machte nicht nur nach Ansicht von Niemöller „wohl sein bestes Saisonspiel“. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nach dem sechsten Saisonerfolg kann die Spvgg. wieder Platz zwei ins Visier nehmen, der bekanntlich zum Aufstieg in die Regionalliga West berechtigt. Um den könnte sicher auch der vestische Rivale TSV Marl-Hüls mitspielen, wenn der Aufsteiger in den letzten Wochen nicht so viele Punkte verschlampt hätte. Der Aufstiegskampf war den meisten Hülsern am Wochenende allerdings gleichgültig. Thema Nummer eins rund um den TSV war der Abschied von Torjäger Christian Erwig in der Winterpause, den Gerüchte von einem finanziellen Engpass garnierten. Abteilungschef und Mäzen Lothar Gedenk tritt dem energisch entgegen. „Dass wir künftig verstärkt auf eigene Nachwuchsspieler setzen wollen, ist kein Geheimnis“, so Gedenk. „Aber jeder unserer Spieler erhält seine Aufwandsentschädigung – bis auf den letzten Cent.“ Mit dieser Botschaft hat sich der Marler Unternehmer unmittelbar vor dem Oberliga-Spiel beim ASC 09 Dortmund auch direkt an seine Mannschaft gewendet. Sie dankte es ihm anschließend im Aplerbecker Waldstadion nicht und kassierte eine 0:3-Niederlage. Entsprechend war die Laune des Abteilungschefs beim Abpfiff: Lothar Gedenk war mehr nach Aschermittwoch zumute als nach erstem Advent.

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