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Aufbauhilfe aus Schalke: Marius Schley muntert nach dem Abpfiff Stefan Oerterer auf.

Fußball - Oberliga Westfalen

Halterns Vorsprung schmilzt auf zwei Punkte zusammen

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HALTERN - Magnus Niemöller machte sich keine Illusionen. Als der Trainer des TuS Haltern die 1:2-Niederlage im Oberliga-Spitzenspiel gegen die U23 von Schalke 04 im Vereinsheim analysierte, da war er überzeugt: „In 30 Minuten wird unser Vorsprung auf den ASC nur noch zwei Punkte betragen.“

Zur Erinnerung: Schalke ist längst Meister, der TuS Tabellenzweiter und damit – Stand jetzt – Mit-Aufsteiger zur Regionalliga und der ASC 09 Dortmund ein scheinbar abgeschlagener Verfolger, der seinen Rückstand auf den TuS bis gestern Abend auf fünf Punkte verkürzen konnte.

Als Niemöller sprach, stand es zwischen dem ASC 09 und TuS Erndtebrück (ein Spiel, das eine Stunde später angepfiffen wurde) noch 1:1. Wie auch nach 90 Minuten. Doch dann schlug in der Nachspielzeit der Dortmunder Torjäger Maximilian Podehl zwei Mal zu. 3:1 – Halterns Trainer behielt auf fast schmerzliche Weise Recht.

Gegen Ahlen sind am Sonntag nun Punkte Pflicht

Binnen einer Woche hat der TuS seinen Zehn-Punkte-Vorsprung vor dem ASC fast verjubelt – zwei Zähler sind vor den beiden letzten Spieltagen geblieben. Womit die Fronten geklärt sind: Am Sonntag, wenn der TuS Haltern Rot-Weiss Ahlen empfängt, müssen Punkte her.

So weit hätte es gestern nicht zu kommen brauchen. Gegen Schalkes U23 spielte der Tabellenzweite eine exzellente erste Halbzeit. Haltern war aufmerksam, bissig, lauf- und zweikampfstark. Und der TuS ging flott in Führung: Stefan Oerterer traf mit einem strammen Schuss von der Strafraumkante ins Eck – 1:0 (9.). Zu dem Zeitpunkt war die Schlange am Kassenhäuschen der Stauseekampfbahn noch fast 50 Meter lang – 1.500 Zuschauer wollten das Spitzenspiel sehen.

Auch die, die spät dran waren, sahen: Die Führung für den TuS war völlig verdient. „Leider haben wir versäumt, ein zweites Tor nachzulegen“, sagte Trainer Niemöller. Gelegenheiten waren da. Aber dem TuS fehlt derzeit spielerisch die Leichtigkeit, die klare Linie und Spieler wie Arda Nebi oder Deniz Batman, die das auch zu nutzen wissen.

Der Meister rafft sich erst nach der Pause auf

So kam, was zu befürchten war: Der Meister raffte sich noch einmal auf. Vor allem die flinken Angreifer Haji Wright und Benedikt Zahn stellten die Halterner nach der Pause vor Probleme. Als Nils Eisen in der 60. Minute vor Zahn klären wollte, fiel der über das Bein des Halterners. Wright verwertete den fälligen Strafstoß zum 1:1. Neun Minuten später traf Zahn nach einem langen Ball und einem Stellungsfehler in der TuS-Defensive zum 1:2.

Die Gastgeber warfen am Ende alles nach vorn, hatten auch einige „halbe“ Chancen, aber keine ganz klare Einschussmöglichkeit. Die hätte der Schiedsrichter ihnen verschaffen können, aber Tobias Severins übersah ein elfmeterwürdiges Foul von Marius Schley an Lars Pöhlker. Das passte zur Lage.

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