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Mit Niklas Drögehoff verabschiedete sich ein Leistungsträger Richtung Grün-Weiß.

Fußball

Standortnachteil sorgt für große Personalnot bei Titania Erkenschwick 

  • vonThorben Oberhag
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Vor knapp genau einem Jahr war die Stimmungslage beim SV Titania Erkenschwick fast schon überschwänglich. Doch es sollte alles anders kommen.

  • Enttäuschender sechster Platz
  • Leistungsträger haben gewechselt
  • Anzeigen im Internet geschaltet

Der damalige Trainer des B-Ligisten Frank Richert strotzte nur vor Zuversicht und sprach selbstbewusst vom Aufstieg in die Kreisliga A. 

Doch Richert selbst warf schon nach wenigen Spieltagen die Flinte ins Korn. Inzwischen stehen Bastian Prymus und Christian Große an der Seitenlinie. Dazu beendete die Elf von der Esseler Straße die abgebrochene Saison auf einem enttäuschenden sechsten Tabellenrang. Und jetzt hat der SVT auch noch akute Personalsorgen.

Langjährige Leistungsträger wie Niklas Drögehoff oder Leon Kleerbaum verabschiedeten sich Richtung Nachbar GW Erkenschwick und Simon Stegemann, Mahmut Karatas und Dennis Schießl würden gerne Richtung Altherren gehen. Auch Eigengewächs Marius Schmidt hängt seine Schuhe zunächst an den Nagel 

"Kann es den Spielern nicht verübeln"

„Neue Spieler zu bekommen ist leider nicht so einfach. Wir führen einige Gespräche und auch im Internet haben wir schon Anzeigen geschaltet“, sagte der sportliche Leiter Markus Pliska. Die Antwort ist bei vielen Spielern dieselbe. „Ohne Kunstrasen geht nichts. Ich kann es den Spielern sogar wenig verübeln. Gerade im Winter macht es darauf mehr Spaß als auf Asche.“ 

Vorausgesetzt, die Arbeiten am Steinrapener Weg beim FC 26 werden bald aufgenommen, dann wäre Titania Erkenschwick der einzige Verein in Erkenschwick ohne einen Kunstrasenplatz. „Ein echter Standortnachteil“, so Pliska. 

Nur zwei Neuzugänge

Schon unter der Saison meldete sich die zweite Mannschaft aufgrund von Personalnot vom Spielbetrieb ab. Die Oer-Erkenschwicker werden also kommende Saison nur noch mit zwei Seniorenteams an den Start gehen. Immerhin gibt es mit Fabio Zittrich aus der eigenen A-Jugend und Florian Krinke, der eigentlich schon seit der Winterpause zum Team gestoßen ist, zwar schon zwei Neuzugänge, doch das reicht noch nicht. 

„Ohne die Altherrenspieler, die im Notfall aushelfen würden, kommen wir auf knapp 15 Mann. Das ist schon sehr eng gestrickt, zumal einige davon auch noch mit einem Fragezeichen versehen sind“, sagte Pliska abschließend.

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