Bildeten einst ein Gespann beim VfB Hüls: Trainer Markus Kaya (l.) und Teammanager Engin Yavuzaslan.
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Bildeten einst ein Gespann beim VfB Hüls: Trainer Markus Kaya (l.) und Teammanager Engin Yavuzaslan.

Fußball

Plötzlich Oberliga-Trainer: Engin Yavuzaslan purzelt die Karriereleiter hoch

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Glückwünsche will Engin Yavuzaslan noch keine entgegennehmen, dabei wären sie angebracht: Die SpVgg. Vreden steht kurz vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Die Spvgg. Vreden hat im Falle eines Saisonabbruchs die Qualifikation für die Oberliga Westfalen sicher. Aber werden die Münsterländer die Option auch ziehen? „Wenn alles spruchreif ist, wird es so kommen“, sagt Engin Yavuzaslan.

Der 39 Jahre junge Recklinghäuser würde damit die Leiter gleich um mehrere Stufen hochpurzeln: Offiziell erst am 1. Juli tritt der Familienvater den Trainerposten in Vreden an; zuvor hatte Yavuzaslan maximal in der Bezirksliga trainiert.

Spieler bei der Spvgg. Erkenschwick und dem VfB Hüls

Angst und bange ist dem Angestellten im Chemiepark Marl nicht. „Alles fügt sich Step by Step. Als ich merkte, dass mir das Trainersein liegt, war für mich klar, dass ich immer auch höher hinaus wollte“, erzählt der Recklinghäuser, der bereits als Spieler Spuren im Kreis hinterlassen hat (u.a. Spvgg. Erkenschwick, VfB Hüls). Teammanager beim VfB war er 2013/2014, die aktive Karriere nach einem Schlaganfall, den er 2012 erlitt, im höherklassigen Fußball vorbei.

Ein ungewohntes Bild: Engin Yavuzaslan (r.) kehrte nochmals als Spieler zurück an den Badeweiher - im Trikot von Westfalia Osterwick.

Yavuzaslan zog es schnell an die Linie, erst bei Westfalia Osterwick in der Kreisliga, dann – als Spielertrainer - bei Eintracht Coesfeld in der Bezirksliga. Als der Klub sich nach Meisterschaft und Kreispokalsieg vor einem Jahr überraschend in die Kreisliga zurückzog, auf den sicheren Aufstieg in die Landesliga verzichtete, trennten sich die Wege von Trainer und Verein.

Alles geht weiter Schritt für Schritt

So bitter die Angelegenheit auch war, Yavuzaslan – Inhaber der Trainer-B-Lizenz und auf dem Weg zum A-Schein – hat die Zeit genutzt, hat in den vergangenen Monaten bei einigen Bundes- und Drittligisten hospitiert. „Als die Sache mit Coesfeld war, waren alle Trainerstellen besetzt. Im Nachhinein hat mir das eine Jahr Pause gut getan, ich habe viel lernen dürfen“, sagt der 39-Jährige.

Als sich in Vreden im Frühjahr abzeichnete, dass Trainer Rob Reekers gehen würde, war Engin Yavuzaslan erste Wahl. „Ich bin vielleicht im Ruhrgebiet etwas weg von der Bildfläche, im Münsterland aber habe ich einen guten Namen als Trainer“, sagt er. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich zurückkehren würde auf die Trainerbank.“

Vorfreude auf die Oberliga

Schon damals habe man bei seinem neuen Klub zweigleisig geplant – für die Westfalen-, aber auch für die Oberliga. Dass es jetzt Letzteres werden wird, überrascht den 39-Jährigen damit nicht. „Ich freue mich auf meine Aufgabe“, sagt er. „Und ich freue mich auf die Oberliga.“

Ob es mal mehr werden wird, ob der vielleicht künftige A-Lizenzler mal in der Regionalliga anklopft, daran will er aber – noch – nicht denken. „Alles ging bislang Step by Step, das soll auch so bleiben“, sagt er nur – auch wenn der letzte Schritt von der Bezirks- in die Oberliga schon ein ziemlich großer ist.

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