Fußball

Protest: Erkenschwick will Punkte am Grünen Tisch

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OER-ERKENSCHWICK - Oberligist Spvgg. Erkenschwick hat am Sonntag reagiert und bei Staffelleiter Reinhold Spohn offiziell Protest eingelegt gegen den kurzfristigen Spielausfall am Freitagabend in Stadtlohn (wir berichteten). Der Verein stellt den Antrag auf Wertung für die Spvgg. Erkenschwick.

Kern des Protestes: Laut Durchführungsbestimmungen hätte das Spiel auf den benachbarten Kunstrasenplatz am Sportpark Stadtlohn verlegt werden müssen, wenn der Rasenplatz unbespielbar gewesen war. Stadtlohn habe gegen die Durchführungsbestimmungen des Westdeutschen Fußballverbandes verstoßen. Dort sei unter Punkt XI./8 geregelt, dass der Heimverein bei Unbespielbarkeit einen Ausweichplatz stellen müsse. Dieser liegt im Sportpark in unmittelbarer Nähe zum Stadion, dort hatten sich am 2. April schon einmal Stadtlohn und Erkenschwick in der Meisterschaft gegenüber gestanden. Aus Sicherheitsbedenken habe man das Spiel jedoch nicht auf den Kunstrasenplatz verlegen können, hatte noch am Abend gegenüber dieser Zeitung Stadtlohns Sportlicher Leiter Markus Plate gesagt. Für die Spvgg. Erkenschwick greift diese Argumentation zu kurz. Von Staffelleiter Reinhold Spohn war die Partie jedenfalls nicht als Sicherheitsspiel eingestuft worden, wie der Funktionär auf Anfrage bestätigte. Die Erkenschwicker Vereinsführung sagt: „Für ausreichend Ordner und Sicherheitspersonal hat der Heimverein Sorge zu tragen.“ Die Spvgg. folgert in ihrem Protest: „Der Schiedsrichter hätte das Spiel auf Kunstrasen durchführen lassen müssen.“ Notfalls gegen den Willen des Vereins SuS Stadtlohn. Selten hatte eine Spielabsage in der Oberliga ein so großes Echo hervor gerufen wie diese. In unserem Internet-Auftritt machen sich viele Anhänger Luft. „Man muss wohl davon ausgehen, dass man gar nicht gewillt war vonseiten des SuS Stadtlohn zu spielen, die Platzanlage machte jedenfalls den Anschein“, schreibt etwa „Schneekiller1“: „Was da heute in Stadtlohn passiert ist, war vorsätzlich!“ Etliche Fans waren am Freitagabend trotz des miesen Wetters vergeblich angereist. Ein Bus mit mehr als 20 Anhängern machte kurz vor Stadtlohn kehrt, als die Nachricht die Runde machte, das Spiel finde nun doch nicht statt. Da waren Erkenschwicker Mannschaft und Trainer Magnus Niemöller längst umgezogen in der Kabine am Sportpark Stadtlohn. „Die Spvgg. Erkenschwick hat zu keiner Zeit eine Info aus Stadtlohn erhalten, dass nicht gespielt werden kann“, heißt es im Erkenschwicker Protest außerdem. Die Absage erfolgte kurzfristig am Platz durch den Schiedsrichter. Auf der Facebook-Seite des Vereins hatte SuS am Freitag um 14.32 Uhr mitgeteilt, dass die Stadt die Freigabe des Rasenplatzes erteilt habe. Auch um 16.37 Uhr wurde dort trefflich spekuliert, welche Mannschaft Trainer Daniel Sekic am Abend ins Rennen schicken werde, ehe um 19.37 Uhr die Absage des für 20 Uhr angesetzten Spiels bekannt gegeben wurde. Fest steht, dass diese Absage mit dem Protest ein Nachspiel haben wird. Sollte es zu einer Neuansetzung kommen, wäre der 21. November ein möglicher Termin. Allerdings: Kern des Erkenschwicker Protests ist die Wertung und damit die Punkte am Grünen Tisch für die Spielvereinigung.

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