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Ging nie einem Zweikampf aus dem Weg: Tobias Hötte (l.), hier noch im Trikot des TSV Marl-Hüls.

Fußball

„Das Risiko ist einfach zu groß“

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RECKLINGHAUSEN - 25 Jahre – das ist nun wirklich kein Alter, in dem Fußballer ihre Laufbahn beenden. Bei Tobias Hötte ist das anders: Für den gebürtigen Oer-Erkenschwicker ist Feierabend. Zumindest vorerst.

Der Abwehrspieler von Westfalia Herne, der in den Oberliga-Jahren 2015 bis 2017 für den TSV Marl-Hüls verteidigte, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Dabei ist der Polizeibeamte, ein Fußballverrückter, wie er im Buche steht. Doch Hötte hört auf seinen Kopf: „Ich habe mir vor drei Wochen die Schulter ausgekugelt. Das ist mir schon zum zweiten Mal passiert. Das Risiko, dass es wieder passiert, ist mir einfach zu groß. Ich möchte nicht meinen Traumberuf aufs Spiel setzen.“ Das Verletzungspech hat den dynamischen Abwehrmann Jahren ständig begleitet. „Immer, wenn es besonders gut lief, ist was passiert. Ob in Schalke, Oberhausen, beim TSV oder jetzt in Herne“, stöhnt der gebürtige Oer-Erkenschwicker. Das Engagement in Herne wird er vermutlich in anderer Funktion fortsetzen, möglicherweise sogar als Assistent von Trainer Knappmann. Die Westfalia ist ihm ans Herz gewachsen: „Ich wohne mittlerweile in Recklinghausen und konnte mit dem Fahrrad zum Training fahren“, so Hötte. „Das war ideal.“ Leicht ist ihm die Entscheidung, mit dem Fußball aufzuhören, nicht gefallen. Fest steht, dass der Sport in seiner Freizeit weiter eine wichtige Rolle spielen wird, zum Beispiel durch regelmäßige Besuche im Fitnessstudio. Ob es vielleicht irgendwann in der Zukunft ein Comeback auf dem Platz gibt? „Grundsätzlich bin ich fit. Der Ausstieg stellt eine Vorsichtsmaßnahme dar“, sagt der 25-Jährige. „Schließlich soll der Beruf mich in den nächsten 40 Jahren ernähren. Das kann ich nicht durch mein liebstes Hobby aufs Spiel setzen.“

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