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Doppelpack: Mohamed Bamba (v.) erzielte zwei Treffer für den TSV. Gegenspieler Muhammed Cakir bekam ihn nicht unter Kontrolle.

Fußball

TSV sendet ein Lebenszeichen

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DORTMUND - Hurra, sie leben noch! Mit dem 4:4 (2:1) bei Westfalia Wickede hat der TSV Marl-Hüls nicht nur den ersten Punkt in der Westfalenliga geholt, sondern auch die beste Offensivleistung der Saison gezeigt. Nach Chancen gerechnet, wäre sogar ein Auswärtssieg bei den ambitionierten Dortmundern möglich gewesen.

Trotzdem war TSV-Trainer Werner Kasper nach dem verrückten Spiel zufrieden: „In unserer jetzigen Situation bringt uns das Ergebnis weiter.“ Sein Gegenüber Alexander Gocke empfand die Leistung der eigenen Mannschaft als „Witz“. Dass die Hausherren drei Mal einem Rückstand hatten hinterherlaufen müssen, lag an der klugen taktischen Ausrichtung der Gäste. Mit dem diesmal vor der Abwehr eingesetzten Andreas Ovelhey besaßen die Marler die Lufthoheit im Mittelfeld. Schon nach 120 Sekunden holte Muhammed Cakir im Strafraum Luca Robert von den Beinen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Mohamed Bamba eiskalt zum 0:1 (3.). Der TSV baute die Führung sogar aus: Arthur Fell klaute dem pomadigen Stefan Fels den Ball, schaltete schnell um und bediente Bamba im richtigen Moment. Der Torjäger erzielte aus 16 Metern sein drittes Saisontor (9.). Wickede antwortete mit wütenden Angriffen und wurde vor allem über die rechte Angriffsseite gefährlich. Der völlig ungedeckte Robin Dieckmann verkürzte auf 1:2 (18.). Im Gegenzug hatte Fell nach Zuspiel von Lorenz Niedrig das 3:1 auf dem Fuß, traf den Ball aber nicht richtig. Bis zur Pause hielten die Gäste den Vorsprung. Im zweiten Durchgang erhöhte Wickede den Druck und hatte in Mittelstürmer Kelvin Odichukwumma Igweani einen überragenden Vollstrecker. Der körperlich starke Angreifer drehte sich um die eigene Achse und wuchtete den Ball von der Strafraumgrenze zum 2:2 ins Hülser Tor (52.). Lorenz Niedrig zündet vor dem 2:3 den Turbo Die TSV-Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Zunächst köpfte Fell den Ball übers Tor (54.). Dann erkämpfte sich Niedrig den Ball gegen Andreas Lüder, zündete den Turbo und bediente Philipp Breilmann, der aus 14 Metern platziert einschoss. Die Chance zum 4:2 vergab wieder Fell, der nach einem Robert-Zuspiel zu lange wartete (64.). Stattdessen machte Wickede das 3:3 durch Odichukwumma Igweani (65.). Der TSV steckte nicht auf, suchte weiter das Heil im Angriff. Ovelhey setzte aus 45 Metern einen Heber an, da Torwart Dennis Wegner weit vor der Kiste stand. Der Ball ging knapp drüber (69.). Wunderbar dann das 4:3 der Hülser, die blitzsauber konterten: Breilmann bediente Kapitän Arthur Fell, der endlich zu seinem verdienten Tor kam (72.). Doch wieder schlugen die Hausherren zurück. Ismail Jcen fand bei einem Freistoß aus dem Halbfeld Odichukwumma Igweani, der mit dem Kopf zum 4:4 erfolgreich war (75.). Zwar fielen in der Schlussviertelstunde keine Tore mehr, es ging aber spektakulär weiter. Breilmann vergab aus abseitsverdächtiger Position (76.), Großkreutz wurde im letzten Moment geblockt (84.). Arthur Fell sah wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte (85.). Dann stießen Torwart Avdyli und Wickedes Nils Dietz zusammen. Der Unparteiische entschied auf Stürmerfoul, obwohl die Westfalia vehement Elfmeter forderte (87.). In der Nachspielzeit verlor Nils Fabisiak bei einem der gefährlichen Konter ganz knapp ein Laufduell gegen Keeper Wegner, ehe der unsichere Avdyli sich bei einem harmlosen Schuss verschätzte und Jonas Weid in höchster auf der Linie klärte.

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