FC Marl feiert ein Tor in der Bezirksliga.
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Die Spieler des FC Marl feiern einen Treffer: Nach dem Lockdown will der Klub wieder angreifen.

Fußball

Doppelt besetzt hält besser: So plant der FC Marl für die nächste Saison

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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Wenn sie beim FC Marl einen sportlichen Wunsch frei hätten? Dann würden sich beim Tabellenzweiten der Fußball-Bezirksliga 14 sicher viele wünschen, dass noch einmal angepfiffen wird in diesem Frühjahr.

Damit es im Zweikampf mit der TSG Dülmen doch noch zum Showdown um den Titel käme. „Dass wir gern aufsteigen würden, ist keine Frage“, sagt Mayhar Mulai, der Sportliche Leiter des FC Marl. „Dülmen hat eine sehr starke Mannschaft und mit Manni Wölpper auch einen tollen Trainer. Aber uns sehe ich auch gut aufgestellt.“ Schließlich: Das womöglich vorentscheidende direkte Duell würde auf der Anlage an der Hagenstraße in Marl stattfinden.

„Macht keinen Sinn, jetzt über Fußball zu reden“

Allerdings: Ein echtes Thema ist der Aufstiegskampf im Verein nicht. „Wir sollten vernünftig bleiben in der Lage, in der wir gerade sind“, findet Mulai. Noch hätten ja nicht mal alle Geschäfte wieder geöffnet. „Da macht es doch keinen Sinn, über Fußball zu reden.“
Beim FC Marl würden sie sich auch in einen Abbruch der Saison fügen. Auch wenn das sportlich ärgerlich wäre. Mayhar Mulai setzt auf den Sommer: „Wenn hoffentlich die meisten Menschen geimpft sind und etwas Normalität in unsere Leben zurückkehrt. Dann können wir uns auch wieder mit unserem Hobby Fußball befassen.“ Und mit sportlichen Zielen.

Im Fall des FC Marl bedeutet dies: Der Fusionsklub würde in der Saison 2021/22 einen neuen Anlauf zum Aufstieg in die Landesliga nehmen. Die Mannschaft dazu hat der Verein längst. „Für uns hatte es deshalb Priorität, die aktuelle Mannschaft zusammenzuhalten. Das ist uns gelungen“, sagt Mayhar Mulai. Von 20 Spielern bleiben 17.

Auch alle ehemaligen Ober- und Westfalenliga-Kicker im Kader, teils heiß umworben, haben ihre Zusage für die nächste Saison gegeben. Allein Pascal Kaiser und Loris Thyret werden aus beruflichen Gründen nicht mehr zum Kader gehören, heißt es beim FC Marl. Ahmed Bakare schaut sich nach einem neuen Klub um.

Mehr Qualität und Breite für den Kader

Mit drei Neuzugängen ist sich der FC Marl auch schon einig. Vom Hertener Bezirksliga-Rivalen SV Vestia Disteln kommen – wie in der letzten Woche gemeldet – Louis Sliwa, Maximilian Kadura und Phil Janicki an die Hagenstraße. Warum dieses Trio, das erläutert Mayhar Mulai: „Es macht keinen Sinn, den fünften Sechser zu holen. Unser Plan ist, alle Positionen im Kader doppelt zu besetzen. Auf der linken Abwehrseite und offensiv auf den Außenbahnen waren wir etwas dünn besetzt.“ Sliwa, Kadura und Janicki könnten helfen. „Wir sind überzeugt: Mit ihnen haben wir Qualität und Breite dazugewonnen.“

Für die neue Saison in der Bezirksliga im Sommer. Oder, falls es trotz Pandemie mit dem Aufstieg noch klappen sollte, für die Landesliga.

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