Dennis Weßendorf bejubelt einen Treffer der Spvgg. Erkenschwick
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Eher unfreiwillig ist er Sportlicher Leiter der Spvgg. Erkenschwick geworden. Eine Verletzung stoppte den 29-jährigen Dennis Weßendorf.

Fußball

Spvgg. Erkenschwick: Dieser Sportliche Leiter hofft auf die Rückkehr auf den Fußballplatz

  • vonOlaf Nehls
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Eher unfreiwillig ist er Sportlicher Leiter der Spvgg. Erkenschwick geworden. Eine Verletzung stoppte den 29-jährigen Defensivmann. Der Job außerhalb des Platzes macht ihm zwar Spaß, dennoch hat er die Hoffnung auf eine Rückkehr auf den Platz noch nicht aufgegeben.

Seit gut einem Jahr ist Dennis Weßendorf Sportlicher Leiter bei Westfalenligist Spvgg. Erkenschwick. Und im Verein wissen die Verantwortlichen mittlerweile die Arbeit des 29-jährigen Recklinghäusers auch abseits des Platzes zu schätzen. Dabei kam der gelernte Industriemechaniker, der mit seiner Frau in seiner Heimat Hochlar lebt, eher unfreiwillig zu seiner neuen Aufgabe bei den Schwarz-Roten.

Bis zur C-Jugend für SV Hochlar 28

Seit Juni 2016 ist Dennis Weßendorf bei der Spvgg. Erkenschwick. Unter dem damaligen Trainer Zouhair Allali war der Defensivmann, der auf der Rechtsverteidiger-Position zu Hause ist, auf Anhieb ein wichtiger Bestandteil in der ersten Mannschaft. In der Jugend startete er beim SV Hochlar 28 mit dem Fußball, wagte nach den C-Junioren mit dem Wechsel zum TSV Marl-Hüls den Schritt in den höherklassigen Amateurfußball. Es ging sportlich gut voran für den Blondschopf.

Olaf Thon beschert ihm ersten Einsatz bei den Senioren

Als A-Jugendlicher kickte er dann für den VfB Hüls, gehörte dort schnell zu den Besten und ein gewisser Olaf Thon – der Weltmeister von 1990 war von April 2010 bis September 2011 Trainer am Badeweiher – verhalf ihm schließlich zu seinem ersten Einsatz bei den Hülser Senioren. Eine schwere Verletzung – zurück bei den A-Junioren zog sich Weßendorf einen Kreuzbandriss im linken Knie zu – stoppte den bis dahin steilen Aufstieg des jungen Mannes aus Hochlar jäh. Viele Monate fiel der Verteidiger danach aus, kämpfte sich aber mühsam wieder zurück.

Per Freilos mit dem VfB Hüls in die Regionalliga

„Ich musste erst mal in der zweiten Mannschaft gute Leistungen zeigen“, blickt Weßendorf zurück. Martin Schmidt hatte Olaf Thon beim VfB mittlerweile als Trainer in der ersten Mannschaft abgelöst. Die kickte nach erfolgreicher Relegation – als Tabellensiebter der NRW-Liga waren die Hülser per Freilos aufgestiegen – wieder in der Regionalliga.

Rund 70 Einsätze für SC Westfalia Herne

Und tatsächlich arbeitete sich Weßendorf zurück in den Kader, absolvierte in der Spielzeit 12/13 immerhin noch drei Spiele in der Regionalliga West. Der VfB stieg am Saisonende als Tabellen-17. in die Oberliga ab und Weßendorf verließ den Werksklub in Richtung Westfalia Herne. Rund 70 Einsätze hatte er bis Sommer 2016 am Schloß Strünkede in der Ober- und Westfalenliga, den ersten sogar als Kapitän bei der 1:3-Niederlage ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub VfB Hüls.

Knorpelschaden und zwei Operationen

Es folgte die Zeit am Stimberg. In seiner ersten Saison absolvierte er unter Trainer Allali 32 Oberligaspiele für die Schwarz-Roten, blieb auch nach dem Abstieg 2017. Als bei ihm aber Anfang vergangenen Jahres ein Knorpelschaden im linken Knie festgestellt wurde und er im Januar zum ersten und im Februar zum zweiten Mal operiert werden musste, befürchtete Weßendorf das Ende seiner Zeit bei den „Schwickern“.

Vertragsverlängerung statt Trennung

„Ich musste damals natürlich mit offenen Karten spielen und habe den Vorstand von der Schwere der Verletzung informiert“, erzählt Weßendorf. Doch statt einer Trennung gab’s eine Vertragsverlängerung. „Ich musste zu Robert Mazurek, unserem zweiten Vorsitzenden, ins Büro. Und der hat mir dann den Job als Sportlichen Leiter angeboten. Dafür bin ich dem Verein sehr dankbar.“ Und „Weße“ machte und macht seine Sache offenbar bestens. „Wir hatten bei den Neuverpflichtungen ein gutes Händchen, aber auch Glück, dass alles so gut zusammenpasst. Die Kabine muss stimmen. Und bei uns stimmt sie“, versichert er.

„Beim Laufen hält das Knie“

Und wie sieht es mit der eigenen Karriere aus? Kehrt er demnächst vielleicht als spielender Sportlicher Leiter auf den Platz zurück? „Das ist nicht ausgeschlossen. Beim Laufen hält das Knie. Ich weiß aber nicht, wie es ist, wenn es wieder zur Sache geht. Ich bin aber zuversichtlich.“ Und ehrgeizig genug. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass er sich nach einer Verletzung zurückkämpfen würde. Zuletzt hatten Weßendorf und die Spvgg. die Rückkehr von Stefan Oerterer realisieren können und Moritz Isensee vom ASC Dortmund als weiteren Neuzugang präsentiert.

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