Fußball

Spvgg. Erkenschwick unterliegt BVB 2:5 und wird gefeiert

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OER-ERKENSCHWICK - Das Fußballfest zum 100. Geburtstag hatte die Spvgg. blendend organisiert. Aber dass es so fröhlich enden würde, damit hätten wohl selbst die kühnsten Erkenschwicker Optimisten nicht gerechnet: Da standen die Schwarz-Roten Hand in Hand vor ihren Fans und wurden begeistert gefeiert.

Wie in besten Oberliga-Tagen. „Kompliment ans ganze Team“, sagte Trainer Zouhair Allali, „die Jungs haben sich das wirklich verdient.“ Gerade hatten seinen Kicker vor rund 9 000 Zuschauern gegen den großen BVB nicht etwa 0:10 oder 0:15 verloren. Denn so lauteten vor dem Anpfiff die Tipps. Sondern nur mit 2:5. Und das Beste: In der zweiten Halbzeit hat die Spvgg. sogar ein 2:2 erkämpft. Gegen den deutschen Vizemeister. Wenn das nicht für Selbstbewusstsein sorgt.

Bei Borussia Dortmund ist derzeit viel von einem Umbruch die Rede. Bei der Spvgg. gab’s bekanntlich einen kompletten Abbruch – und nun folgt ein Neuaufbau mit blutjungen Kräften. Den düsteren Prognosen vor dem Spiel begegnete Trainer Zouhair Allali mit Fünfer-Abwehrkette, defensiven Mittelfeld und schwer nach hinten ackernden Stürmern. Das funktionierte leidlich. Der gefeierte BVB-Neuzugang Ousmane Dembélé erzielte zwar schon nach drei Minuten einen leichtfüßig herausgespielten Treffer zum 0:1. Und nach einer Viertelstunde fabrizierten die „Schwicker“ nach einer Hereingabe von Bruun Larsen ein kurioses Eigentor zum 0:2. Ansonsten aber hielt das Erkenschwicker Bollwerk. Allerdings mit gnädiger Unterstützung der Dortmunder Offensive. Die ließ ein halbes Dutzend guter Torchancen ungenutzt verstreichen. Allen voran der am stärksten umjubelte BVBV-Profi: Pierre-Emerick Aubameyang wollte gestern Abend einfach kein Tor gelingen wollte. In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild: Passlack (48.) und Zimmermann (72.) erhöhten auf 0:4. Daneben aber vergaben die BVB-Profis Chancen in Hülle und Fülle, bis es Gonzalo Castro zu bunt wurde: Der Mittelfeldmann trat energisch an und wuchtete den Ball aus 15 Metern zum 0:5 ins Erkenschwicker Tor (80.). Das Spiel war gelaufen? Für den BVB vielleicht, für die Spvgg. noch nicht. Erst holte Erkenschwicks wuseliger Außen Eugene Ofosu-Ayeh einen Eckball heraus, dann bekam BVB-Torhüter Bonmann den Ball nicht zu fassen – Dennis Konarski stand richtig und köpfte das 1:5 (83.). „Ein irres Gefühl. Der Wechsel nach Erkenschwick hat sich schon gelohnt“, freute sich der Neuzugang vom SV Zweckel hinterher diebisch. Und es kam sogar noch besser: In der Schlussminute befördete der ehemalige Langenbochumer Niko Hawich, gerade eingewechselt, den Ball zum 2:5 ins Dortmunder Tor. BVB-Trainer Thomas Tuchel lobte: „Sehr engagiert, sehr diszipliniert. Ein solcher Oberligist ist eine Herausforderung.“ Wirklich: Er sagte Oberligist. Zoui Allali und seiner „Schwicker“, denen alle eine schwere Saison vorhersagen, wird’s sehr freuen.

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