Fußball

Spvgg. und TSV planen: Vor "Malle" soll der Kader stehen

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OER-ERKENSCHWICK/MARL - Die Spvgg. Erkenschwick hat den Oberliga-Spielbetrieb vorzeitig eingestellt, dafür aber mit einer krachenden Pointe zum Schluss. „Schöner als mit diesem 3:2-Erfolg bei Westfalia Rhynern hätte es nicht enden können“, sagt Magnus Niemöller. Dabei hat der Trainer bereits die nächste Saison fest im Visier.

Wie geht’s jetzt weiter bei der Spvgg.? Nach dem 3:2 in Rhynern haben die Erkenschwicker Kicker noch im Vereinsheim zu Abend gegessen. Richtig gefeiert wird die Saison in der nächsten Woche auf Mallorca. Bis dahin hat Magnus Niemöller seiner Mannschaft freigegeben, das letzte Saisonspiel gegen Stadtlohn hatte Schwarz-Rot bekanntlich vorgezogen. „Am 5. Juli starten wir dann voraussichtlich in die Vorbereitung. Damit haben alle vier Wochen Urlaub“, sagt Niemöller. „Und die brauchen wir auch.“ Die Spieler dürfen die Beine hoch legen, Magnus Niemöller dagegen arbeitet – am Kader. Niemöller, Trainer und Sportlicher Leiter, nutzt die freie Zeit bis zum Abflug nach Mallorca und kümmert sich um Verstärkungen. „Wir werden uns breiter aufstellen – quantitativ und qualitativ“, kündigt der 41-Jährige an. „Unser Kader war auf Kante genäht, das hat die Saison gezeigt. Wir brauchen mehr Wettbewerb.“ Ein Augenmerk wird auf der Offensive liegen. Der Grund liegt auf der Hand: Mit 30-Tore-Angreifer Stefan Oerterer verfügt die Spielvereinigung zwar über den Top-Torjäger der Oberliga Westfalen. Aber dann? Die nächsten Erkenschwicker Namen in der Torschützenliste der Oberliga tauchen erst auf Rang 58 (!) auf. Jeweils vier Treffer langten Innenverteidiger Davide Basile und Mittelfeldmann Deniz Batman, um sich Platz zwei im internen Torjäger-Ranking zu sichern. Trainer Niemöller: „Ganz klar, in der Offensive fehlt uns etwas.“ Fehlen wird auch dem langjährigen Liga-Rivalen VfB Hüls etwas: die Oberliga. Die Fans des Badeweiher-Klubs nutzten das Spiel bei Arminia Bielefeld II zu einer letzten fröhlich-melancholischen Reise nach Ostwestfalen. Das Finale der Hülser Abschiedstour durch die Liga findet am Sonntag daheim am Badeweiher statt. Er sei froh, es endlich hinter sich zu haben, sagt Spielertrainer Markus Kaya. Um 15 Uhr ist dann noch einmal Eintracht Rheine zu Gast. Danach zieht sich der VfB Hüls in die Bezirksliga zurück, und die Mannschaft zerstreut sich in alle Winde. Zumindest beinahe: Markus Kaya bleibt – und will schon bald die ersten Stützen für den Neustart in der Bezirksliga präsentieren. Wehmut beim VfB, Aufstiegsjubel beim TSV Marl-Hüls, der in der kommenden Saison in der Oberliga spielt. Wie lange hat die Party nach dem 2:1-Erfolg gegen den SC Hassel gedauert? Trainer Michael Schrank fuhr gegen 22 Uhr heim. „Die Stimmung war super, Spieler und Fans haben ordentlich gefeiert – aber für viele ging’s am Montagmorgen ja auch schon wieder zur Arbeit“, berichtet der Coach. Was einige konditionsstarke Hülser Fußballer aber nicht abhielt, noch ins Nachtleben des Reviers einzutauchen. Wie ernst nimmt der TSV nun noch das Saisonfinale bei der DJK TuS Hordel? „Einfach herschenken werden wir die Punkte nicht“, sagt Trainer Schrank. Am Samstag trifft sich die Mannschaft noch zu einer internen Meisterschaftsfeier. „Von uns allen ist ja eine Riesenlast abgefallen“, sagt Michael Schrank. „Der Druck, aufsteigen zu müssen, war schon immens.“ Wie plant der TSV für die Oberliga? Der Aufsteiger sieht sich auf Kurs. Mit Torhüter Lukas Fronczyk, Dirk Jasmund, Tobias Hötte und – mutmaßlich – Alexander Thamm hat der TSV Marls-Hüls bislang vor allem defensive Power verpflichtet. Jetzt nimmt Michael Schrank einen Angreifer ins Visier, der beim Trainingsauftakt am 4. Juli am Loekamp erscheinen soll. Darüber hinaus setzt der Trainer darauf, dass junge Kräfte wie Marco Lukas oder David Sdzuy den Sprung in die Oberliga packen. „Auch aus unserer A-Jugend kommen ein paar gute Jungs heraus, denen ich einiges zutraue“, sagt der Fußball-Lehrer. „Die müssen beim TSV eine echte Chance erhalten.“

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