+
Keine Chance in diesem Laufduell: Janik Bröcker (links) wird von Rhynerns Jonas Michler abgelaufen.

Fußball

Spvgg. vergaloppiert sich auf der Wiese

  • schließen

HAMM - Bis vor kurzem war das Stadion Papenloh ein Ort steten Erfolgs für die Spvgg. Erkenschwick gewesen, seit Sonntag aber ist die „Wiese“ für die Schwarz-Roten ein Ort des Schreckens geworden.

Mit 0:5 (0:4) unterlag der hiesige Oberligist Westfalia Rhynern, es war eine herbe Packung, die Trainer Zouhair Allali die Sprache raubte.

„Es gibt Spiele, zu denen man besser nichts sagen sollte“, so der Erkenschwicker Übungsleiter bei der obligatorischen Pressekonferenz im Anschluss an das Spiel. Weitaus ausführlicher nahm dafür sein Gegenüber Björn Mehnert Stellung. Aber ob dessen Worte den Erkenschwicker Trainer halbwegs trösten konnten („Fünf Tore besser waren wir heute sicherlich nicht“), durfte mit Fug und Recht bezweifelt werden.

Früh hatten die Schwarz-Roten einen Rückschlag wegstecken müssen: Gleich der erste Schuss aufs Tor im Spiel durch Michael Wiese schlug lang und flach ein – 1:0 (3.).

Es gelang ihnen gut bis ordentlich, denn die Gäste verwickelten die Westfalia in ein offenes Spiel. Für eine Auszeichnung mit Sternchen reichte die spielerisch beste Phase der Gäste, die bis etwa zur 30. Minute andauerte, aber nicht: Weil sie mit ihren Chancen schluderten.

Allein Eugene Ofosu-Oyeh hatte zwei freie Schusschancen, scheiterte aber ebenso an Rhynerns Schlussmann Alexander Hahnemann wie Ibrahim Erdem, der aus zwölf Metern ebenfalls nicht erfolgreich war.

Zu allem Überfluss übersah der Schiedsrichter-Assistent wohl ein Tor durch Tolga Cengelcik – Rhynerns Keeper hatte den Freistoß offenbar erst hinter der Linie an den eigenen Pfosten boxen können (23.), was selbst dessen Trainer Mehnert einräumte. Der fühlte sich in dieser Phase des Spiels, in der auch seine Mannen einige gute Gelegenheiten ungenutzt ließen, wohl an seine eigene Anfänge erinnert: „Das erinnerte an ein Jugendspiel – es ging hin und her, es gab wenig Spielkontrolle. Das Spiel hätte wohl auch 8:6 ausgehen können.“

Was der Ex-Profi wie auch die 285 Zuschauer als den Knackpunkt ausmachten: Rhynern war körperlich präsenter und nutzte die Räume konsequenter als die zuweilen ungestüm anlaufenden Gäste. Denn die rannten bei all ihren Bemühungen, endlich den Ausgleich zu erzielen, ins offene Messer.

Schon vor der Halbzeit war das Spiel damit entschieden: Binnen sieben Minuten legten erneut Wiese (30.), Lennard Kleine (32.) und Xino Khadiu (37.) zum 4:0 nach – teils unter Geleitschutz der überforderten Defensivabteilung. Teils unter dankenswerter Mithilfe der „Schwicker“, die nun etliche Fehlpässe der Kategorie „tödlich“ spielten.

Nachdem Salvatore Gambino kurz nach Wiederanpfiff auf 5:0 erhöhte, ließ es Rhynern nun gemächlicher angehen. Erkenschwick versuchte im Rahmen der Möglichkeiten, wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen.

Bezeichnend dabei: Auch die letzte der sicher fünf, sechs richtig guten Chancen im Spiel fand nicht ihr Ziel – Ibrahim Erdem traf den Pfosten (79.).

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Nach schwerem Autounfall: Was wir wirklich wissen, was Spekulationen sind
Nach schwerem Autounfall: Was wir wirklich wissen, was Spekulationen sind
Es geht um ihre Zukunft: Bauern fahren in Trecker-Kolonne zur Demo nach Bonn
Es geht um ihre Zukunft: Bauern fahren in Trecker-Kolonne zur Demo nach Bonn
Mallorca-Sängerin Krümel hat Auftrittsverbot, aber zum runden Geburtstag kommt "Der Wendler"
Mallorca-Sängerin Krümel hat Auftrittsverbot, aber zum runden Geburtstag kommt "Der Wendler"
Schon wieder ein entblößtes Geschlechtsteil: Und es gibt ähnliche Tat-Details
Schon wieder ein entblößtes Geschlechtsteil: Und es gibt ähnliche Tat-Details
Tausende Bauern demonstrieren, Prozessbeginn nach Amokfahrt, Vorsicht vor Giftködern
Tausende Bauern demonstrieren, Prozessbeginn nach Amokfahrt, Vorsicht vor Giftködern

Kommentare