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Im Stadion Hohenhorst wirbelte der FC 96 beim 4:3 gegen den SV Herta, draußen der Sturm: Dieser Dienstwagen des Recklinghäuser A-Kreisligisten braucht eine neue Frontscheibe.

Fußball

Sturm Eberhard: Kreis kommt glimpflich davon

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REGION - Als Sturmtief Eberhard am Sonntag über die Plätze im Kreis fegte und die Bälle ungewöhnliche Flugkurven nahmen, wähnten sich viele Kicker und Trainer im falschen Film. Nicht alle wussten das Wetter so kreativ zu nutzen wie SW Röllinghausen.

Das Bezirksliga-Schlusslicht erkämpfte in doppelter Unterzahl und darum sensationell ein Remis beim Tabellensiebten FC Marl. Der Recklinghäuser Fabian Mackowiak traf in der 87. Minute zum 2:2-Ausgleich. Weit weg vom Marler Tor suchte der Röllinghäuser in seiner von zwei Gelb-Roten Karten dezimierten Truppe vergeblich nach einem Spielpartner. Also feuerte Mackowiak den Ball aus rund 30 Meter mit Windunterstützung einfach ins Tor.

Glücksspiel unter freien Himmel? Ist das überhaupt gestattet? So mancher Fußballfreund wunderte sich am Sonntag, dass der Spieltag angesichts der Wetterprognosen und einer Unwetterwarnung nicht komplett abgesagt worden war.

„Weil die Spielordnung das einfach nicht zulässt“, sagt Friedhelm Dukat, der Vorsitzende des Kreisfußballausschusses. Auch in der Führung des Fußballkreises wurde am Sonntag zwar viel über das Wetter geredet. Eine generelle Absage, so Dukat, sei aber kein Thema gewesen.

In Paragraf 47a heißt es in der Spielordnung des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV): „Die Spielleitende Stelle kann Spiele nur absagen oder verlegen, wenn verbandsseitiges Interesse oder höhere Gewalt vorliegen.“

Und dafür muss schon einiges zusammenkommen. So wie 2007 bei Orkantief Kyrill im Jahr. „Damals war die Großwetterlage eine ganz andere, die Dimension der Gefahr erheblich größer“, sagt Friedhelm Dukat. Bei Wetterverhältnissen wie am Sonntag müsste die Entscheidung über eine Absage vor Ort getroffen werden. Indem etwa der Eigentümer die Anlage sperrt oder der Schiedsrichter nicht anpfeift.

Alles in allem ist der Fußballkreis am Sonntag glimpflich davongekommen. Bis 15 Uhr zum Nachmittag gab es ohnehin keine Probleme.

So fand die Kreisliga-Partie zwischen Vestia Disteln II und DTSG Herten (Anpfiff: 13 Uhr) wie geplant statt – das Spiel der ersten Mannschaft gegen den FC/JS Hillerheide in der Bezirksliga 9 dagegen wurde um 15 Uhr nicht mehr angepfiffen.

Eine kurzfristige Absage, drei Spielabbrüche

Auf Kreisebene gab es im Seniorenbereich nur eine kurzfristige Absage: Das Lokalduell Titania gegen FC Erkenschwick fiel aus. Dazu kamen drei Abbrüche bei SC Herten, SV Westerholt und SV Herta. Friedhelm Dukat: „In allen Fälle haben die Schiedsrichter umsichtig gehandelt.“

Zwölf Partien waren bereits im Vorfeld des Spieltags abgesagt worden. Nicht wegen des Sturms, sondern weil die Plätze unbespielbar waren.

Für alle Begegnungen wird es in Kürze Nachholtermine geben. An denen spielen Wind und Wetter dann hoffentlich nur noch eine Nebenrolle.

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