Fußball

5:5 - Svgg. Erkenschwick und Eintracht Rheine liefern Tor-Spektakel

RHEINE - Auch im Kalenderjahr 2014 ist Oberligist Spvgg. Erkenschwick gut für ein mittelprächtiges Spektakel. „Ich denke, das war doch ein schöner Sonntagsausflug für alle, die nach Rheine zum Fußball gekommen sind“, kommentiert Trainer Magnus Niemöller das 5:5 (2:3) seines Teams bei Eintracht Rheine.

Wo er das Resultat einordnen soll, wusste der 40-Jährige kurz nach Spielschluss allerdings nicht zu sagen. Seine Mannschaft hatte über 90 Minuten so ziemlich alle Gesichter gezeigt, die sie hat. Erst 0:3 zurück-, dann bis 120 Sekunden vor Abpfiff 5:4 in Führung gelegen – von Klatsche bis Auswärtssieg war gestern alles drin. So gesehen, muss man das Remis als gerechtes Resultat ansehen. Oder etwa nicht? Aber der Reihe nach! 29 Minuten dauerte es, ehe die Platzherren mit 3:0 scheinbar klar in Front lagen. „Wir hatten heute eine Unruhe im Team, die ich so selten gesehen habe“, kommentierte der Trainer die Anfangsphase, in der den Schwarz-Roten etliche Fehler unterliefen, die die Platzherren, angetrieben von Julius Hölscher und Rafael Figueiredo, gnadenlos ausnutzten. „Dann haben wir wieder unsere berühmten Comeback-Qualitäten gezeigt“, sagt der Übungsleiter. Das 1:3 durch Stefan Oerterer nach exakt 30 Minuten war der Auftakt eines munteren Schlagabtausches. Sebastian Westerhoff erzielte kurz darauf das 2:3 (35.), ehe Janos Bluhm nach 56 Minuten der umjubelte Ausgleich gelang. Rheine zeigte sich vor eigenem Publikum unbeeindruckt und ging durch Julius Hölscher abermals in Front (62.). Die Schlussphase aber gehörte dann ganz den Gästen: Dreimal hatte Niemöller ausgewechselt und frischen Wind ins Spiel gebracht. Was sich umgehend bezahlt machen sollte. Erst glich Oerterer abermals aus (79.), dann war der Torjäger als Flankengeber maßgeblich am 5:4 beteiligt, das Florian Fricke per Kopf erzielte (83.). Dass es am Ende nicht ganz reichte, war einem unglücklichen Umstand zu verdanken. Tim Forsmann sprang in der 88. Minute im Strafraum der Ball an die Hand. Ausgerechnet! Schon vor dem 0:2 aus Erkenschwicker Sicht war dem Innenverteidiger ein Handspiel unterlaufen. War das erste „Vergehen“ mehr oder weniger unstrittig, brachte der zweite Elfmeterpfiff Niemöller auf die Palme: „Tim wurde aus kurzer Entfernung angeschossen, wobei die Hand noch nicht einmal zum Ball ging. Aber wenn in Rheine alles ,Hand’ schreit, dann wird das dann auch mal gepfiffen.“ Hadern wollte Niemöller aber nicht: „Ich bin trotzdem stolz auf diese Mannschaft. Wir haben hier ein Riesen-Spiel gezeigt, uns immer wieder zurückgekämpft und bei einem sehr heimstarken Gegner unsere Auswärtsbilanz gehalten. Alles gut also.“

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