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Alles umsonst: Der Einsatz von Luca Robert (r.) zahlt sich im Pokalspiel bei der SG Borken nicht aus..

Fußball

Trainer sauer: „Hochmut kommt vor dem Fall“

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BORKEN - Nach dem Aufwärtstrend in der Liga ist der TSV Marl-Hüls am Samstag auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Im Gefühl eines sicheren Sieges gab der Westfalenligist bei der SG Borken einen 1:0-Vorsprung aus der Hand, verlor mit 1:2 und verpasste so den Einzug ins Halbfinale des Kreispokals.

Entsprechend sauer war Trainer Werner Kasper nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Timo Barth: „Hochmut kommt vor dem Fall. Wir waren gedanklich schon im Halbfinale und nicht konzentriert genug. Der Gegner hat das erkannt und unsere Nachlässigkeit bestraft.“ In der ersten Halbzeit war wenig passiert auf dem Rasenplatz der Netgo-Arena. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend, wobei die Hülser Deckung ohne Andreas Ovelhey und Eugen Fell keinen sicheren Eindruck hinterließ. Das Offensivspiel der Gäste war stark linkslastig, weil der junge Leotrim Kryeziu auf dem rechten Flügel einen schwachen Tag erwischt hatte. Bamba vergibt die große Chance zum 0:1 Die erste gute Chance der Hausherren vergab Hamsa Omeirate, der eine flache Hereingabe nicht verwerten konnte (30.). Fünf Minuten später lud Borkens Keeper Jason Rudolph den Gast zur Führung ein. Sein schlampiger Abstoß landete bei Mohamed Bamba, der freie Bahn hatte und in den Strafraum eindrang, den Ball aber am Tor vorbei setzte. Bis zur Pause taten die Hülser mehr für den Angriff – und das zahlte sich aus. Nach einem rüden Foul an Murat Yildirim ließ der Schiedsrichter weiterlaufen. Der Ball landete bei Lorenz Niedrig, der vom linken Flügel nach innen zog und den Torhüter mit einem Schuss aus unmöglichem Winkel überraschte – 1:0 (43.). Nach Wiederbeginn sah es so aus, als wenn die Hülser die Begegnung schnell entscheiden wollten. Borken wirkte fast schon resigniert, aber dem TSV fehlte die Entschlossenheit, das zweite Tor zu erzielen. Dem Ausgleich ging der erste gute Angriff der Gastgeber in der zweiten Hälfte voraus. Omeirate kam nach einer Flanke zum Kopfball. Nils Martens parierte, aber im Nachschuss war Patrick Keulertz zur Stelle (61.). Das Tor tat dem TSV weh. Borken witterte seine Chance und holte Eckball um Eckball heraus. So fiel dann auch das entscheidende 2:1: Nach einer erneuten Ecke begann im Hülser Torraum das große Stochern, ehe SG-Kapitän Jannik Bone das Leder über die Linie bugsierte (76.). In der Schlussviertelstunde hatten Arthur Fell (80.), Muhamed Demir (86.) und Murat Yildirim (90.) die Möglichkeit, eine Verlängerung zu erzwingen – auf der anderen Seite musste Martens gegen Omeirate Kopf und Kragen riskieren (82.).

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