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Hielt am Sonntag den Ball und drei Punkte fest: Nils Martens.

Fußball

TSV: Gruß von den Schützen

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MARL - Der 2:1-Erfolg gegen den FC Lennestadt macht Hoffnung. Noch steht der TSV Marl-Hüls in der Westfalenliga 2 auf einem Abstiegsplatz. Doch sollte der Klub endlich seine Probleme im Abschluss lösen, könnte er den Druck auf die Konkurrenz erhöhen.

Zu den ersten Gratulanten gehörten am Sonntag drei Fußballfreunde vom Bürgerschützenverein Marl-Hüls. Nach dem 2:1-Erfolg des TSV Marl-Hüls gegen den FC Lennestadt spendierten BSV-Präsident Magnus Weiß, sein Stellvertreter Marcus Tudyka und Festausschuss-Chef Michael Engel dem Westfalenligisten auch noch drei neue Bälle. „Die Hülser Vereine müssen zusammenhalten“, sagte Magnus Weiß zur Begründung. Dass der TSV in der Lage noch Westfalenliga-Fußball anbiete, das müsse man doch hoch anrechnen. Bekanntlich arbeitet der Verein dieser Tage intensiv daran, das Steuerstrafverfahren gegen den Klub zu einem Ende zu bringen. Jede Spende kann der klamme TSV demnach gut gebrauchen. Aber wie wäre es, wenn der BSV Marl-Hüls – der Verein ist schließlich vom Fach – auch noch einen trefflichen Schützen für den Hülser Angriff stellen könnte? Mit einem sogenannten „Knipser“, da waren sich am Sonntag alle einig, hätte der TSV einen unbeschwerten Fußball-Nachmittag verleben können. Zwar war der Einsatz bemerkenswert. „Die Situation der Mannschaft schweißt enorm zusammen“, sagte Trainer Werner Kasper. „Das hat man auf dem Platz gemerkt.“ Aber weil seine Elf mal wieder allerklarste Chancen nicht in Tore ummünzte, bibberten Mannschaft, Trainerteam und rund 100 Zuschauer bis zur 93. Minute. Noch rangiert der TSV auf einem Abstiegsplatz. „Wenn wir die Probleme vorne in den Griff bekommen, sind wir in der Liga konkurrenzfähig“, findet Torhüter Nils Martens, einmal mehr ein starker Rückhalt der Blau-Weißen. Seine spektakulärste Tat vollbrachte der 21 Jahre junge Schlussmann in der 87. Minute: Nach einem Kopfball von Lennestadts Lukas Völmicke flog Martens Richtung Torwinkel – und wischte den Ball aus dem Knick. Ob der Torwart, der nach einem kurzen Intermezzo beim TuS 05 Sinsen im Sommer zu den Hülsern zurückgekehrt ist, jemals besser in Form war? Martens: „Es stimmt schon, für mich läuft es gerade ganz gut. Aber ich finde, ich habe auch in der Oberliga schon ein paar gute Spiele für den TSV gemacht.“ Und was bleibe ihm auch anderes übrig, sagt der Polizeibeamte, der den Westfalenliga-Abstiegskampf offenbar mit einer gehörigen Prise Humor nimmt: „Anders als in der Oberliga bekommt man hier im Moment ja auch genug auf den Kasten.“

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