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Großer Einsatz, hohes Tempo, aber keine Treffer: Auch der Hülser Mohamed Bamba geht gegen den SV Horst-Emscher 08 leer aus.

Fußball

TSV: Keine Krisenstimmung nach Sturz auf Platz 17

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MARL - TuS 05 Sinsen und Spvgg. Erkenschwick marschieren in der Westfalenliga 2 vorweg. Der TSV Marl-Hüls dagegen ist immer noch ohne Punkt und seit Sonntag Tabellenletzter. Findet der Traditionsverein mit seiner neuformierten Elf noch in die Spur?

Niederlagen verarbeitet jeder Spieler anders. Der eine hört laute Musik, der nächste geht in die Kneipe. Andreas Ovelhey, Innenverteidiger des TSV Marl-Hüls, steht keine 24 Stunden nach der bitteren 0:2-Niederlage gegen den SV Horst-Emscher 08 mit der Schüppe in der Recklinghäuser Altstadt und schuftet. Der 19-Jährige hilft seinem Onkel Franz Ovelhey, ein Beachvolleyballfeld mit Dutzenden Tonnen Sand abzubauen. „Zur Strafe“, wie der Volleyball-Turniermacher ironisch anmerkte. Nun, so schlimm steht es noch nicht. Aber die dritte Niederlage im dritten Spiel und der Sturz des TSV Marl-Hüls auf den letzten Tabellenplatz schmerzen. „Weil wir uns gegen Horst-Emscher etwas ausgerechnet haben“, wie Andreas Ovelhey sagt. Chancen, ein besseres Resultat zu erzielen, boten sich dem TSV auch genügend. Unter anderem dem Abwehrspieler selbst, der mit einem Kopfball an Horst-Emschers Torhüter Amft scheiterte. „Aber wir hätten noch drei Stunden spielen können – ein Tor hätten wir am Sonntag wohl nicht gemacht.“ Von Nervosität oder Krisenstimmung in der Mannschaft könne aber keine Rede sein. „Die Stimmung war von Anfang an gut. Und sie ist es noch, auch unter den aktuellen Umständen“, sagt Ovelhey. „Wir haben eben keine eingespielte Mannschaft wie der TuS 05 Sinsen, wo sich viele Spieler über Jahre kennen. Aber mein Eindruck ist, dass wir uns steigern.“ Trainer Werner Kasper pflichtet seinem jungen Abwehrspieler, der im Sommer aus den A-Junioren in die erste Mannschaft aufgerückt ist, bei. „Mit Einsatz und Laufbereitschaft war ich sehr zufrieden. In der zweiten Halbzeit waren wir spielerisch die bessere Mannschaft.“ Verstärkungen? „Wir halten die Augen offen“ Und das trotz einer Reihe von Ausfällen wichtiger Spieler. Lorenz Niedrig, Bastian Kniza und Arthur Fell sind angeschlagen, Muhamed Demir fehlte wegen einer Gelb-Rot-Sperre. Wird sich der TSV bis Ende der Sommertransferperiode am Freitag nach Verstärkungen umschauen? Die Namen von zwei Ex-Hülsern machen am Loekamp bereits die Runde: Egzon Kadrija (Sinsen ) und Niklas Baf (Wanne-Eickel). „Dazu kann ich nichts sagen“, so Trainer Kasper. „Nur so viel: Wir halten die Augen offen und versuchen noch etwas. Aber jeder weiß um die finanzielle Situation des TSV.“ Offen ist daher, ob der Westfalenligist am Sonntag bei Aufsteiger BSV Schüren eine Neuerwerbung präsentiert. Das Kellerduell schon zum Endspiel zu erklären, lehnt Werner Kasper ab. „Das wäre völlig kontraproduktiv. Wir haben immer gesagt: Es ist möglich, dass nicht sofort alles funktioniert und wir etwas Zeit brauchen.“

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