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Dauerbrenner und Dauerrenner beim TSV Marl-Hüls: Auf Luca Robert (l.) ist immer Verlass gewesen.

Fußball - Westfalenliga

Akuter Personalmangel beim TSV

MARL - Die dunklen Wolken über dem Loekamp wollen sich einfach nicht verziehen. Nur mit Hilfe der A-Junioren und der 2. Mannschaft kann der TSV Marl-Hüls am Sonntag das Heimspiel gegen Westfalia Wickede bestreiten.

Die Hoffnung, dass sich die personelle Lage beim Westfalenliga-Schlusslicht endlich bessert, hat sich nicht erfüllt. Es sieht sogar noch schlechter aus als vor einer Woche. Soll heißen: Aus dem gut belegten TSV-Lazarett (angeführt von Töppler, Niedrig, Dörenberg) kehrt niemand aufs Feld zurück; dafür hat sich mit Kapitän Marvin Thomaszik ein weiterer Leistungsträger krank gemeldet.

„Ihm ist der Blinddarm entfernt worden“, berichtet Trainer Oliver Ridder, der außerdem um Leotrim Kryeziu bangt, der in der Begegnung beim Kirchhörder SC wegen einer Schulterverletzung ausgewechselt werden musste. Die weiße Fahne schwenkt Oliver Ridder nicht, aber er wirbt um Verständnis. „Wir werden alles heraushauen und marschieren ohne Ende, um konkurrenzfähig zu sein. Aber selbst eine tabellarisch durchschnittliche Mannschaft wie Wickede stellt für uns eine überdurchschnittliche Herausforderung dar.“

Vielleicht pusht die Erinnerung an das Hinspiel die Blau-Weißen ein wenig. In einem spektakulären Match erkämpfte der TSV ein verdientes 4:4. Es hätte sogar der erste Saisonsieg werden können, wenn die Hülser Deckung Kelvin Igweani (drei Tore) besser in den Griff bekommen hätte.

Doch der TSV von Mitte September ist nur noch bedingt der von Mitte März. Mit Jonas Weid, Andreas Ovelhey, Luca Robert und Philip Breilmann sind nur vier Akteure aus der Startelf des Hinspiels auch am Sonntag dabei. Die anderen sieben Akteure haben den Verein mittlerweile verlassen (die Fell-Brüder, Demir, Lopez Fernandez), spielen keine Rolle mehr (Avdyli, Bamba) oder sind verletzt (Niedrig).

TSV Marl-Hüls - Westfalia Wickede; So., 15 Uhr – Loekamp-Stadion.

Nach dem Belastungstest für die Moral des Traditionsvereins wartet auf Trainer Oliver Ridder von Montag bis Mittwoch der kommenden Woche schon die nächste Prüfung: Der Übungsleiter erwirbt in Kaiserau die A-Lizenz. Mit der A-Lizenz kann Ridder Mannschaften bis zur Regionalliga trainieren. Bis der TSV wieder von einer solchen Spielklasse träumen kann, dürfte einige Zeit ins Land gehen.

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