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Das ist der dritte Streich: Bernhard Gllogjani überwindet Kirchhördes Torhüter Andreas Lichtner mit einem Lupfer.

Fußball - Westfalenliga 2

4:0 - der Büffel strahlt dank Bernie

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OER-ERKENSCHWICK - Ahmet Inal musste am Sonntag zum ersten Mal in seiner neuen Eigenschaft als Cheftrainer ein Spiel bewerten. Der 35-Jährige hatte ein wenig Bammel, am Ende fiel ihm die Analyse nicht schwer. Wie auch! Mit 4:0 (2:0) hatte sich die Spvgg. Erkenschwick in der Westfalenliga gerade der Aufgabe Kirchhörder SC entledigt.

Es war ein bis auf wenige Phasen souveräner Auftritt der Schwarz-Roten. „Mich macht es stolz, wie die Mannschaft auftritt“, lobte Inal.

Als er als spielender Co-Trainer im Sommer bei der Spvgg. vorgestellt wurde, da wurde Inal als „echter Büffel“ präsentiert, den im Strafraum nichts stoppen kann. An der Seitenlinie zeigt sich, dass eben auch ein Büffel – den Spitznamen hat er nun mal weg am Stimberg – sehr feine Antennen besitzt.

Vorne hatte zuletzt der Schuh gedrückt bei den Schwarz-Roten, es bestand Handlungsbedarf. Philipp Mandla war bereits in Horst-Emscher ins Sturmzentrum beordert worden, was höchst erfolgreich war. Gegen Kirchhörde stellte Inal Bernhard Gllogjani dazu. Resultat: Mandla wie Gllogjani erzielten alle Treffer, Letzterer steuerte gar drei Tore bei.

Und das, obwohl der 22-Jährige in der vergangenen Woche wegen eines Krankheitsfalls in der Familie nur einmal trainieren konnte. „Bernie hat sich seinen Kredit erarbeitet“, sagte Ahmet Inal. Gllogjani zahlte mit Zins und Zinseszins zurück.

Schon nach fünf Minuten setzte Kevin Lehmann seinen Teamkollegen zentral in Szene: Gllogjani nahm aus 18 Metern Maß und traf punktgenau an den Innenpfosten zum frühen 1:0 (5.).

Freistoß Mandla – eine Mauer wird nicht gestellt

Zwar verdaddelte Kirchhördes Markus Scherff 120 Sekunden später eine gute Chance für Kirchhörde, als er im Strafraum den Ball direkt in die Arme von Spvgg.-Keeper Philipp Kunz schoss. Mehr war aber von den Gästen nicht zu sehen.

Für ein Kellerkind, dem das Wasser bereits bis zum Hals steht, kam Kirchhörde sogar ziemlich sorglos daher. Als sich Philipp Mandla in der 36. Minute bei einem Freistoß aus gut 25 Metern Torentfernung den Ball zurechtlegte, verzichtete Keeper Andreas Lichtner auf eine Abwehrmauer. Was leichtsinnig war! Bis Dortmund hat sich die Schussstärke Mandlas offenbar noch nicht herumgesprochen, und so kam es, wie es kommen musst: Von der Unterkante der Latte schlug das Leder zum 2:0 in den Maschen ein (36.).

Das war’s im Prinzip auch schon, denn selbst als die Gäste nach der Pause mit dem Mute der Verzweiflung anrannten und in Person von Scherff das Aluminium des Erkenschwicker Tores trafen (52.), war es allenfalls nur ein Strohfeuer, das die Mannschaft von Trainer Lothar Huber abbrannte. „Wir sind dankbare Gegner und stehen eben zu Recht da, wo wir stehen“, befand der Ex-Profi daher. „Vorne fehlt es an Durchschlag, und hinten stellt sich immer mal wieder ein Fehler ein.“ Zu wenig sei das.

Nach einigen Minuten hatten die Platzherren wieder alles unter Kontrolle, ruhten sich dabei auch nicht auf der 2:0-Führung aus, im Gegenteil. Das Geschehen spielte sich weitgehend in der Kirchhörder Hälfte ab. Ähnliche Spielverläufe hatten die Anhänger der Schwarz-Roten zuletzt zwar häufiger miterleben können – diesmal war ein Vollstrecker zu Stelle.

In der 70. Minute setzte Skandar Soltane Bernhard Gllogjani in Szene, in der 77. Minute war es David Sawatzki: Zweimal tauchte „Bernie“ frei vor Kirchhördes Keeper Lichtner auf, zweimal überwand der Erkenschwicker den Schlussmann mit einem sehenswerten Lupfer. Kein Wunder, dass am Ende dann auch der „Büffel“ strahlte.

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