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Am Einsatz hat es nicht gelegen: Philip Breilmann (r.) im harten Duell mit Kirchhördes Gilmar Veigas Mendes.

Fußball - Westfalenliga

Derbe Pleite für TSV in Kirchhörde

DORTMUND/MARL - Mit der 0:5-Pleite beim Kirchhörder SC kann der TSV Marl-Hüls den Klassenerhalt in der Westfalenliga endgültig zu den Akten legen.

TSV-Trainer Oliver Ridder tat gut daran, die Niederlage nicht an den Sturmböen, die durch das Stadion an der Kobbendelle fegten, festzumachen. Doch der Hülser Coach stellte zu Recht fest, „dass ich in der zweiten Halbzeit Angst um Nils Martens hatte“. Die Bäume hinter dem Tor des Schlussmanns knackten beängstigend, aber Schiedsrichter Florian Exner (Bielefeld) ging auf entsprechende Hinweise nicht ein.

Die Gäste, die das Spiel „gegen den Wind“ hatten beginnen müssen, kombinierten im ersten Durchgang ansehnlich. Das war vor allem ein Verdienst von Marvin Thomaszik und Bastian Kniza. Vorne mühte sich Nils Fabisiak redlich. Doch die Gastgeber erkannten schnell die Hülser Schwachstellen auf den Außen der Viererkette.

Aleksander Djodrdjevic hatte nach einem Patzer von Philipp Winkler auf der linken Marler Abwehrseite früh die Führung auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten (4.). Der TSV war danach wach und hatte Pech, dass Fabisiak auf dem rechten Flügel von Gilmar Veigas Mendes in aussichtsreicher Situation unfair gebremst wurde (17.).

Vor dem 0:1 wurde Jonas Weid auf der rechten Seite hart bedrängt. Der Schiedsrichter ließ weiterlaufen, und die Hülser Abwehr war zu offen. Markus Scherf hatte viel Zeit und traf unhaltbar (21.).

Es folgten zehn gute Minuten des TSV. Nach einem Freistoß wurde Julian Treibers Schuss im Strafraum abgeblockt, im zweiten Versuch scheiterte Lucas Robert an Torhüter Oliver Roll. Der parierte 120 Sekunden später fantastisch gegen Leotrim Kryeziu, der nach einem zu kurzen Rückpass von Mendes freie Bahn hatte.

TSV fehlt der Glaube, die Wende zu schaffen

Das 0:2 war eine Art Vorentscheidung: Winkler konnte einen weiten Ball von Torhüter Martens nicht kontrollieren. Kirchhördes Routinier Sascha Rammel flankte einen Tag vor seinem 34. Geburtstag auf Scherf, der den Ball einköpfte (31.). Ein drittes Gegentor verhinderte Martens, als er gegen Rene Richter artistisch parierte (36.).

Im zweiten Durchgang übernahm der Gast zunächst die Initiative und schnürte die Hausherren ein. Doch im Angriff fehlte ein „echter“ Stürmer. Ein Weid-Schuss rauschte knapp am Kasten vorbei (50.); ansonsten fehlte bei mehreren guten Versuchen der letzte Pass.

Mit zunehmender Spielzeit schienen die Hülser selbst nicht mehr an die Wende zu glauben. Die bis dahin sichere Innenverteidigung griff nicht entschlossen genug ein, Michael Sievers hatte beim 3:0 leichtes Spiel (70.).

Danach erhielt der eingewechselte Christian Wazian drei glasklare Torchancen. Zwei Mal rettete der starke Martens (73., 79.). Dazwischen war er allerdings gegen den völlig frei stehenden Angreifer machtlos (75.).

In der Schlussphase stand dann mit Nils und Malte Fabisiak (A-Junior) ein Hülser Brüderpaar auf dem Feld. Das Duo konnte nichts daran ändern, dass Kirchhörde sogar noch das 5:0 gelang. Nach einer Rammel-Ecke traf erneut Scherf (88.).

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