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ie Chance zum glücklichen Erfolg: Johannes Engel (links) verpasst das möglich 0:1 für den TuS 05 Sinsen.

Fußball

Westfalenliga: "Ob einer von uns so weit schießen kann?"

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REGION - Ein Sinsener kommt glimpflich davon, Erkenschwick testet vor Karneval, der TSV erlebt einen schweren Tag und Sebastian Westerhoff schießt das Tor des Monats: Die Nachlese zum 21. Spieltag in der Westfalenliga 2.

Am 21. Spieltag der Westfalenliga 2 sind 36 Treffer gefallen. Vor allem einer wird in Erinnerung bleiben. Die Szene des Spieltags: Für Holger Flossbach, Marler Trainer des DSC Wanne-Eickel, liegt der Fall klar: Das Tor des Monats Februar ist der 3:2-Siegtreffer seiner Elf beim Top-Favoriten Meinerzhagen. Kurz hinter der Mittellinie lässt Wannes Spielmacher Sebastian Westerhoff den Ball auftupfen, mit dem Rücken zum Tor. Eine flotte Drehung, dann jagt der 33-Jährige den Ball aus 45 Metern über RSV-Torhüter Nils Langwald ins Netz. Keinen Moment zu früh: „Nach der Pause flogen uns die Bälle nur so um die Ohren. „Westers‘ Geniestreich hat Meinerzhagens Durchschlagskraft gebrochen“, so Trainer Flossbach. Kurios: Schon vor zwei Wochen hatte der RSV beim 0:1 gegen die SG Finnentrop/Bamenohl einen ähnlichen Treffer kassiert. Auch Erkenschwicks Danny Tottmann wäre vor gut einer Woche fast ein solcher Kunstschuss geglückt, der Verteidiger traf dabei nur die Unterkante der Latte. TuS 05 gibt Entwarnung: Profitiert von Westerhoffs Treffer hat der TuS 05 Sinsen. Der Tabellenführer hat nun fünf Punkte Vorsprung vor Verfolger Meinerzhagen, der am 10. März in Marl zu Gast ist. Die Frage ist nun: Lässt 05-Trainer Toni Kotziampassis dafür extra Schüsse von der Mittellinie üben? „Das trainieren? Ich weiß gar nicht, ob wir einen Spieler haben, der so weit schießen kann“, scherzt der Trainer. Nach dem 0:0 bei YEG Hassel ist Kotziampassis nicht nach Witzen zumute. Tor, Punkte und Tabellenführung sind dem Übungsleiter egal. Der Grund: die schwer blutende Fußverletzung von Angreifer Nico Köhler. Der 20-Jährige wird vom Lüttinghof mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren. Von dort kommt schnell Entwarnung. „Nico ist glimpflich davongekommen“, sagt Kotziampassis. Ein Stollenschuh ist auf eine Vene des Sinseners geprallt, er soll noch in dieser Woche ins Lauftraining einsteigen. Im Karnevalsmodus : Nach dem 4:2-Sieg in Lennestadt gilt Spvgg. Erkenschwicks Trainer Ahmet Inals Fürsorge erst einmal Skandar Soltane und David Sawatzki. „Unglaublich, was Skandar abbekommen hat, er war am ganzen Körper rot“, berichtet der Trainer. Sawatzki muss verletzt raus. Die Schmerzen, die über den lädierten Knöchel ins Bein ausstrahlten, sollen bei der Rückreise aus dem Sauerland heftig sein. Am Donnerstag hätte „Sawa“ im kurzfristig angesetzten Testspiel bei Wacker Obercastrop (19 Uhr) ohnehin pausiert. Inal will die Partie nutzen, um den Spielern, die hinten dran sind, Einsatzzeiten zu geben. Danach heißt es am Stimberg: Helau und Alaaf. Inal: „Die Jungs bekommen über Karneval ein paar Tage frei. Nach den letzten, sehr intensiven Wochen haben sie es sich verdient.“ Schwarzer Sonntag: Die Leidensfähigkeit aller Freunde des TSV Marl-Hüls wird am Sonntag auf eine harte Probe gestellt. Um 9 Uhr die Niederlage der B2-Junioren, um 11 Uhr die Pleite der B1, um 13 das 1:4 der U19 im Landesliga-Spitzenspiel, um 15 Uhr dann das 2:3 der ersten Mannschaft – so verlief im Telegrammstil der Sonntag am Loekamp. Vor allem die Niederlage gegen den BSV Schüren in der Westfalenliga hat Konsequenzen für das Schlusslicht. „Solange rechnerisch noch etwas geht...“ – die alte Fußballerweisheit zitiert selbstverständlich auch Trainer Oliver Ridder. „Den Satz lebe ich den Spielern vor“, sagt der Coach. „Aber selbstverständlich haben wir in unseren Planungen auch die Landesliga Blick.“

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