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Kein Kind von Traurigkeit: Dzenan Pilica holt Kevin Lehmann von den Beinen. Der künftige Erkenschwicker sah später wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte.

Fußball - Westfalenliga

Erkenschwick unterliegt Wanne mit 1:3

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HERNE/OER-ERKENSCHWICK - Zwei dicke Schnitzer bringen die Spvgg. Erkenschwick in Wanne-Eickel früh ins Hintertreffen. Später sind die Schwarz-Roten zwar bemüht, mehr aber auch nicht. Sie verlieren das Spiel mit 1:3.

Trainer Ahmet Inal ist keiner, der sofort die verbale Keule schwingt. Sein Ärger war kurz nach Abpfiff in der Mondpalast-Arena dennoch greifbar: „Es ist traurig, dass wir Tore kassiert haben nach Dingen, die wir vorher noch angesprochen hatten.“

Worauf der 37-Jährige anspielte, war klar: Seine Mannschaft verlor das Spiel bereits zwischen der zweiten und elften Minute. Ausgangspunkt war beide Male Sebastian Westerhoff. Beide Male schlug der Ex-Erkenschwicker einen Eckball von rechts in den Strafraum, beide Male stand am Elfmeterpunkt ein Mitspieler allein, um seelenruhig einzuköpfen.

Erst war es Davide Basile (2.), dann Christian Melchner (11.). Während beim DSC damit gleich zwei Verteidiger trafen, wurde das Erkenschwicker Offensivproblem im Laufe des Spiels immer wieder deutlich.

Es gab sie ja, die zwei, drei guten Schusschancen, um den Anschluss herzustellen. Aber Skandar Soltane zielte aussichtsreich lang vorbei (5.), Jan Binias schlenzte den Ball knapp über die Querlatte (7.), und Kevin Lehmann bekam aus 14 Metern nur ein Schüsschen zustande (20.).

Deutlich effektiver spielte der DSC: Der setzte über die frühzeitig weitgehend verwaiste linke Erkenschwicker Abwehrseite nach, von wo aus der Ball zu Dawid Ginczek gelangte, der in Höhe des Elfmeterpunkts keine Mühe hatte zu verwandeln – 0:3 (27.). „Wir haben über die Standards zugeschlagen, obwohl Erkenschwick gefällig gespielt hat“, analysierte DSC-Coach Holger Floßbach und traf damit den Nagel auf den Kopf.

Nach dem Seitenwechsel packten die Gäste die Brechstange aus, doch viele Bälle, die nun in den Wanner Strafraum fielen, wurden nicht verwertet. Bernard Gllogjani gelang zwar frühzeitig der Anschlusstreffer (59.).

Aber selbst in Überzahl blieben klare Abschlüsse Mangelware. Dzenan Pilica hatte nach Foulspiel an Soltane die Ampelkarte gesehen (67.) und sich bei seinem künftigen Mannschaftskollegen damit schon mal nachhaltig in Erinnerung gebracht.

Gllogjani hatte in der 80. Minute Pech, dass sein Schuss von Lucas Füllgrabe von der Linie geköpft wurde, ansonsten verteidigte der DSC mit Erfolg den Vorsprung selbst über die fünfminütige Nachspielzeit hinaus.

„Wir werden das Spiel genau analysieren“, versprach Erkenschwicks Coach Ahmet Inal, der sich mal wieder selbst einwechselte, um den Druck aufs Wanner Tor zu erhöhen. An der Problematik, dass die Spvgg. aktuell ansonsten über keinen weiteren spielfähigen Stürmer verfügt, ändert das bis zum Saisonende nichts mehr.

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