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Nah dran an der Sensation: Kapitän Arthur Fell (M.) erwischt die Hereingabe von Lorenz Niedrig nicht richtig.

Fußball - Westfalenliga

TSV feiert Nullnummer gegen Meinerzhagen

MARL - Selten hat eine Nulldiät so gut geschmeckt: Die Anhänger des TSV Marl-Hüls feierten das torlose Remis ihrer Mannschaft gegen den Titelaspiranten RSV Meinerzhagen geradezu euphorisch. Die Hausherren belohnten sich mit dem – verdienten – Ergebnis für ihren aufopferungsvollen Kampf über 93 Spielminuten.

Die außergewöhnliche Leidenschaft und einige gut dosierte fußballerische Akzente sorgten dafür, dass Meinerzhagens Trainer Mutlu Demir nach dem Abpfiff eingestand, dass „der TSV mit etwas Glück die Begegnung sogar gewinnt“. Die Komplimente seines Gegenübers gingen Werner Kasper wie Öl runter: „Das tut richtig gut!“

Der Hülser Coach hatte sein Team bestens auf die spielstarken Sauerländer eingestellt. Zwar hatten die Gastgeber zunächst nur einen minimalen Ballbesitz, aber trotzdem die erste Großchance des Nachmittags. Nach einer feinen Einzelleistung auf der rechten Seite flankte Arthur Fell in die Mitte. Lorenz Niedrig schraubte sich hoch – Keeper Nils Langwald konnte den Ball jedoch noch an die Latte lenken. Der Nachschuss von Mohamed Bamba ging drüber (12.). Bei der zweiten TSV-Möglichkeit lief es anders herum. Niedrig flankte von links. Fell verlor das Duell gegen den RSV-Schlussmann (19.).

Es folgte eine intensive Drangphase der Gäste. Nik Kunkel versuchte es aus der Distanz (24.), Andreas Spais zielte knapp daneben (26.), Fisnik Zenullahu traf nicht (29.), Spais scheiterte am aufmerksamen Torwart Nils Martens (31.), Kunkel hatte nach einem starken Solo das Visier falsch eingestellt (32.).

Der TSV überstand die Belagerung und schwamm sich wieder frei, ehe ein Hackentrick kurz vor dem Pausenpfiff ein Loch in die Hülser Deckungszentrale riss. Jonas Weid musste foulen. Der fällige Freistoß aus gut 20 Metern stellte Martens aber vor keine größeren Probleme.

Direkt nach Wiederbeginn vergab Meinerzhagen die größte Möglichkeit. Der TSV-Keeper konnte eine flache Hereingabe von Raphael Gräßer nur in die Mitte abwehren. Dort reagierte Zejnullahu zu hektisch und drosch den Ball aus zehn Metern über den Kasten.

Arthur Fell holt alles aus sich heraus

Das Schusspech machte Hüls stark – der TSV witterte die Sensation. Bei einer Flanke von Leotrim Kryeziu erwischte der stark verbesserte Murat Yildirim den Ball nicht richtig (56.).

Die Gastgeber hatten sogar weitere Chancen. Arthur Fell, der alles aus seinem Körper herausholte, scheiterte zwei Mal aus spitzem Winkel (69., 87.). Zwei Mal meinte es Schiedsrichter Tim Zahnhausen gut mit den Gästen: Bei einer Attacke des stürzenden Til Bauman, der den enteilenden Yildirim voll erwischte, blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm (70.).

Dagegen ertönte sein Signal bei einer knappen Abseitsstellung von Philip Breilmann, die die meisten Zuschauer so nicht erkannt hatten (83.).

Den Schlusspunkt setzte der Gast per Konter (!), den Martens mit einer Glanzparade gegen Spais entschärfte (89.). In der Nachspielzeit drückte Meinerzhagen vor allem über Mathieu Bengsch, ohne dass dabei neben viel Hektik noch etwas heraussprang.

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