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Licht und Schatten: André Töppler (l.) vom TSV Marl-Hüls kann sich in dieser Szene gegen Neheims Jonas Michler durchsetzen.

Fußball - Westfalenliga

TSV mit fünf katastrophalen Minuten

NEHEIM/MARL - Der vorsichtige Aufwärtstrend des TSV Marl-Hüls ist gestoppt worden. Beim keineswegs übermächtigen SC Neheim schlug sich die Mannschaft von Werner Kasper am Sonntag selbst und unterlag mit 1:4.

Der TSV-Trainer führte die Niederlage auf fünf katastrophale fünf Minuten zurück, in denen seine Mannen eine Großchance zugelassen und zwei Treffer kassiert hatten. „Das 0:1 darf nie und nimmer fallen. Das war der Knackpunkt, bis dahin hatten wir das Spiel unter Kontrolle“, ärgerte sich Kasper über die verpasste Gelegenheit, einen Punkt mit aus dem Sauerland nach Hause zu bringen.

Hüls war besser ins Match gekommen und hatte die erste große Chance. Nach einem Zusammenspiel mit Arthur Fell traf Mohamed Bamba den Ball in aussichtsreicher Situation nicht richtig (4.). Diese Szene war aber nicht ausschlaggebend für die frühe Auswechslung des Stürmers. „Er bewegt sich nicht so für die Mannschaft, wie wir das abgesprochen haben. Daher habe ich ihn früh herunter genommen“, begründete der Coach.

Nachdem die Gastgeber durch Yavuz eine Halbchance erarbeitet hatten (17.), war wieder der TSV an der Reihe. André Töppler schoss aus spitzem Winkel. Beim Versuch, den Abpraller zu verarbeiten, ging er zu Boden. Schiedsrichter Bruchlage ließ wohl zu Recht weiterlaufen (19.).

Wulf krönt sein Solo mit dem Führungstreffer

Neun Minuten später läutete eine Großchance durch Ibrahima Camara, dessen Kopfball Nils Martens artistisch entschärfte, die fünf schwarzen Hülser Minuten ein. Nach einem TSV-Missverständnis kurz vor der Mittellinie schnappte sich Lukas Wulf den Ball und legte ein beachtliches Solo hin. Zum Schluss umspielte er auch noch Keeper Martens und schob zum 1:0 ein (31.).

Es kam noch schlimmer. Die geknickten Gäste sahen auf der rechten Abwehrseite zu, wie Burak Yavuz seelenruhig in den Strafraum eindrang und auf den langen Pfosten zielte, wo Camara nur noch den Fuß hinhalten musste, um das 2:0 zu markieren (33.).

Das war’s bis zur Pause – und nach dem Wechsel sahen die mitgereisten Hülser Fans ein gewohntes Bild. Ihre Mannschaft übernahm mit Wiederbeginn die Regie, auch wenn Yavuz Torwart Martens zu einer weiteren Rettungstat zwang (55.). Der TSV drückte, wirkte aber nicht so gefährlich wie vor einer Woche. Neheim verteidigte auf den Seiten besser.

Trotzdem kam der TSV auf 1:2 heran. Kapitän Fell nahm eine Flanke von Jonas Weid geschickt mit der Brust an, drehte sich und kanonierte den Ball mit links aus 16 Metern in die Maschen (60.). Die Gäste setzten nach, erarbeiteten aber nur zwei Halbchancen durch Murat Yildirim (Distanzschuss geht drüber, 72.) und Luca Robert (abgefälschter Schuss, 79.).

Unter den Bemühungen, den Ausgleich zu erzielen, litt der Rückwärtsgang. Beim 1:3 wurde der TSV klassisch ausgekontert. Der eingewechselte Patrick Nettesheim war erfolgreich (81.). Dem 1:4 ging eine unglückliche Aktion von Jonas Weid voraus. Er wollte den Ball wegschlagen, wurde aber von Yavuz abgeblockt. Der Linksfuß schaltete blitzschnell, legte sich das Leder vor und vollendete mit seinem starken linken Fuß (88.).

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