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Gleich hebt er ab: Dennis Adamczok, Sinsens Torschütze zum 1:0 (Mitte), läuft den Kollegen jubelnd davon, Horst-Emschers Abwehrmann Simon Talarek (l.) wendet sich zerknirscht ab.

Fußball - Westfalenliga

3:0 - Gelungene Premiere für Kotziampassis

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GELSENKIRCHEN/MARL-SINSEN - Der TuS 05 Sinsen macht in der Westfalenliga da weiter, wo er im Mai aufgehört hat. Toni Kotziampassis siegt mit seiner Elf 3:0 bei Horst 08.

So kann man natürlich auch in eine Saison starten. Knapp zehn Minuten waren herum auf der Sportanlage am Schollbruch, als Simon Talarek, Abwehrrecke von Westfalenliga-Aufsteiger SV Horst-Emscher 08 den Ball per Kopf aus dem eigenen Strafraum beförderte. Pech für den Routinier: Der Ball landete irgendwie auf der linken Klebe des Sinseners Dennis Adamczok – und der jagte das Spielgerät aus 22, 23 Metern humorlos in den Torwinkel.

Was für ein Hammer! Ein Tor, das nicht alles Tage fällt. Aber eins, das folgerichtig war. Der TuS 05 Sinsen knüpfte zum Auftakt nahtlos an die glänzende Rückrunde der Spielzeit 2017/18 an. Mit einem Unterschied: Die Schwarz-Weißen verrichteten ihre Arbeit noch einen Tick abgeklärter als zuletzt.

Von Euphorie war beim Gastgeber wenig zu spüren – der TuS 05 zog dem Aufsteiger umgehend den Stecker. Zweikampf-, lauf- und spielstark kauften die Sinsener Horst-Emscher den Schneid ab.

Dabei setzte Neu-Trainer Toni Kotziampassis nicht allein auf gestandene Sinsener Kräfte. In der Mitte griff Marius Speker an, rechts attackierte Miguel Cornelius. Beide 19 Jahre jung. Sie bedankten sich für das Vertrauen mit einer starken Leistung.

Als in der 20. Minute auf der rechten Seite David Sdzuy antrat und den Ball vors Tor zog, stieg Speker am höchsten und wuchteten den Ball mit der Stirn zum 0:2 ins Netz. Nur wenig später hatte Kapitän Timo Koscholleck Pech mit einem Kopfball an die Latte – es hätte die Vorentscheidung sein können.

Gut so. Gut womöglich auch, dass sich der SV Horst-Emscher 08 anschließend etwas befreien konnte. In den 15 Minuten vor und nach der Pause lag sogar ein paar Mal der Anschlusstreffer in der Luft. Sonst hätte sich Toni Kotziampassis hinterher wohl lästige Fragen nach seiner seine defensiven Saisonprognose („einstelliger Tabellenplatz“) anhören müssen. So aber hatte der Trainer hinterher etwas zu mäkeln. „Solche Chancen dürfen wir nicht zulassen. Stärkere Mannschaften hätten das ausgenutzt.“

Intern dürfte er sicher auch über die vielen unglücklichen Konter seiner Truppe in Hälfte zwei reden. In der letzten halben Stunde hatte der TuS 05 gegen aufrückende Gastgeber reichlich Platz und viele Chancen. Doch es dauerte bis zur 80. Minute, ehe der Deckel drauf war: Adamczok, Sdzuy und Piechottka spielten Marius Speker mit einer Ballstafette aus dem Lehrbuch frei – der Neuzugang vom Lüner SV traf zum 0:3.

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