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Was bringt die kurze Reise an den Lüttinghof? Emre Köksal, Patrick Goecke und Tugay Tekin haben bei YEG Hassel in der Vergangenheit nicht gut ausgesehen.

Fußball - Westfalenliga

Kotziampassis wäre mit Punkt zufrieden

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Toni Kotziampassis ist zwar erst seit dem 1. Juli Cheftrainer beim TuS 05 Sinsen. Als dieser hat er sich mit der jüngeren sportlichen Vergangenheit befasst. Und die stimmt den Übungsleiter nicht gerade mutig. An diesem Sonntag tritt der TuS 05 bei YEG Hassel an, in der Westfalenliga 2 firmiert diese Begegnung als Spitzenspiel.

Der Tabellenführer ist beim Tabellensiebten gefordert. Allzu oft haben sich in der Meisterschaft TuS 05 und YEG nicht gegenüber gestanden. Nur wenn, dann gab es am Lüttinghof lange Gesichter bei den Gästen. So am 17. September 2017, als Hassel 3:0 gewann. So am 11. Oktober 2015, als das Spiel mit einem klaren Hasseler 4:1-Sieg endete.

„Wir haben da lange nichts geholt“, sagt Toni Kotziampassis. Die Vergangenheit ist dabei eine Sache, die Gegenwart eine andere: „Auch wenn sie nicht gut aus den Startlöchern gekommen sind, sind die Hasseler eine extrem spielstarke Mannschaft.“ Mit einem Punkt, so lautet das Fazit des Trainers, werde er am Sonntag daher schon zufrieden sein.

Was wie blankes Understatement wirkt – schließlich hat sein Team in 18 Spielen erst drei Niederlagen kassiert, nie im übrigen ein Remis erzielt –, ist für Toni Kotziampassis nur eine logische Schlussfolgerung. „Wir sind realistisch: Letzte Woche war es doch auch knapp, da hätte in der Anfangsphase das Spiel auch in eine andere Richtung kippen können.“

Der 45-Jährige spricht auf die Partie gegen den FC Iserlohn an, die anfangs offen war – und die Sinsen dann, mit dem Glück und der Akribie eines Spitzenreiters, mit 5:0 für sich entschied. Deutlicher geht es kaum. Ein Grund für das konstante Hoch über der Bezirkssportanlage Obersinsen ist mit Sicherheit, dass der Trainer über die komplette Saison kaum einmal Verletzungssorgen hat.

Auch vor dem Spiel in Hassel meldet Kotziampassis: „Alle sind fit.“ Mit Ausnahme vielleicht von Sven Jürgens, Sinsens Stammkeeper ist erkrankt. Sein Stellvertreter Marvin Blum, versichert Kotziampassis, besitze natürlich das uneingeschränkte Vertrauen. Einzige Krux an der Sache: Wenn aus einem 24 Spieler großen Kader immer alle 24 einsetzbar sind, droht etlichen die Bank oder – schlimmer noch – ein Platz auf der Tribüne.

YEG Hassel - TuS 05 Sinsen; So., 15 Uhr – Lüttinghof-Stadion. Navi: Lüttinghofstraße 3, 45896 Gelsenkirchen.

„Wer wann und wieso spielt, ist immer gut erklärt“, sagt der Trainer, angesprochen auf sein Luxusproblem, immer die 11, mit Einwechselspielern 14 richtigen Spieler zu bringen. Aus eigener Erfahrung weiß er auch: „Wer nicht im Kader ist, muss sauer sein. Diesen Ehrgeiz muss jeder Fußballer mitbringen.“

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