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Vergebliche Mühe: Die Erkenschwicker (v.l.) Lukas Große-Puppendahl, Hakan Gökdemir und David Sawatzki können in Lünen noch so gut argumentieren – Schiedsrichter Pascal Emrich bleibt stur.

Fußball

Westfalenliga: „Leute, wir spielen Männerfußball“

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MARL/OER_ERKENSCHWICK - TuS 05 Sinsen und TSV Marl-Hüls erleben bei miesem Wetter einen perfekten Westfalenliga-Spieltag – die Spvgg. Erkenschwick hadert mit sich und einem späten Foulelfmeter.

4:0 gewonnen, Tabellenspitze zurückerobert, zwei Spieltage ohne Tor und Punkt überzeugend abgehakt, eine Stimmungsdelle abgewendet: Besser hätte die Dienstreise des TuS 05 Sinsen zum TuS Hordel am Sonntag nicht ausgehen können. Erleichtert zeigt sich auch Toni Kotziampassis. Die Grundlage für den Erfolg? „Alle haben sich wieder voll reingehauen – so wie in den ersten Spielen.“ Hinten haben die Sinsener den Strafraum wieder effektiv verrammelt. Vorn waren sie nicht nur latent gefährlich, sondern gierig, Tore zu erzielen. So wie Patrick Goecke vor dem 0:3. „Da merkst du: Er will den Ball unbedingt reinmachen“, lobt Trainer Kotziampassis. Es war bereits Goeckes sechster Treffer. Aufs siebte Saisontor wird er warten müssen: Am kommenden Wochenende ist der TuS 05 nicht am Ball. Trainer Toni Kotziampassis spendiert seiner Mannschaft ein freies Wochenende: „Das haben sich die Jungs verdient – sie machen ihre Sache gut.“ Ende alle Hülser auf Westfalenliga-Niveau Groß war auch die Erleichterung auch beim Nachbarn TSV Marl-Hüls. „Ist doch klar, dass hier vielen ein Stein vom Herzen gefallen ist“, sagt Trainer Werner Kasper über den 5:0-Erfolg gegen den FC Iserlohn. Den ersten Sieg überhaupt in dieser Saison. Der Fußball-Lehrer kommentiert ihn nüchtern. „Wir hatten mit Ausnahme des Spiels in Lünen immer eine Chance zu punkten“, sagt Kasper. „Aber da hatten wir etwas Pech, wir waren in wichtigen Szenen zu ungeschickt, oder nicht alle Spieler haben synchron auf ihrem Niveau gespielt. Diesmal war nur das Wetter mies – sportlich passte alles.“ Dazu gehörte auch, dass am Freitag endlich die Spielberechtigung für Neuzugang Murat Yilderim beim TSV einging. Dass der Mittelfeldspieler auf der Bank Platz nehmen musste, lag nicht an seinen Trainingsleistungen. „Ich wollte der Mannschaft, die das 4:4 in Wickede erkämpft hatte, die Chance geben zu zeigen, dass es keine Eintagsfliege war“, so Werner Kasper. Er wurde nicht enttäuscht. "Generell war das zu wenig" Zum Stimberg: Am Tag nach der 0:1-Niederlage von Lünen war Erkenschwicks Trainer René Lewejohann im Zwiespalt. Einerseits wurmte den Ex-Profi, wie wenig seine Spieler geboten hatten: „Wir haben nicht zielstrebig genug in die Tiefe gespielt. Hinten standen wir zwar gut, aber generell war das zu wenig.“ Was Lewejohann aber im Nachgang und nach einem Gespräch mit David Sawatzki richtig auf die Palme brachte, war der Elfmeterpfiff in der 85. Minute. Der von Anfang an kleinlich pfeifende Unparteiische Pascal Emrich aus Siegen, der die Partie oft unterbrach, hatte umgehend auf den „Punkt“ gezeigt, nachdem Lünens Talha Temur im Strafraum auf David Sawatzki aufgelaufen war. „Leute, wir spielen Männerfußball“, so Lewejohann. „Es regnet, es wird gekämpft, da muss ich auch mal ein Spiel laufen lassen.“ Für ihn steht fest: Ein Elfmeter war das nicht. Aber zum Glück, so Lewejohann, sei noch nichts passiert: „Es ist ärgerlich und bitter, aber guck auf die Tabelle: Mit einem Sieg bist du wieder oben dabei.“

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