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Da fehlt nicht viel: Der Hülser Kapitän Arthur Fell (Mitte) kommt gegen Kirchhördes Torhüter Oliver Roll den berühmten Schritt zu spät.

Fußball - Westfalenliga

Nach 2:3 ist der Trainer als Therapeut gefragt

MARL - Am Loekamp nichts Neues: Dem TSV Marl-Hüls gelingt es nicht, sich für eine ordentliche Westfalenliga-Vorstellung zu belohnen. Am Sonntag unterlag der TSV dem Kirchhörder SC mit 2:3 (1:1).

Die Gäste spielten nicht unbedingt besser, aber cleverer als die bedauernswerten Hausherren. TSV-Trainer Werner Kasper war nach dem Schlusspfiff als Seelentröster gefragt, denn seine Mannschaft hatte sich im Prinzip selbst geschlagen.

Kirchhörde traf jeweils durch Standards: „Die Jungs tun mir leid“ ,so Kasper. „Das sind ja keine Blinden. Heute waren wir ganz nah dran.“ Und das wortwörtlich. In der vorletzten Minute der Nachspielzeit drang Giacomo Lopez Fernandez in den gegnerischen Strafraum ein und wurde gleich von mehreren Abwehrspielern bedrängt.

Während der Assistent an der Linie fleißig winkte, ließ Schiedsrichter Lars Lehmann (Holzwickede) weiterspielen. Es sind schon ganz andere Elfmeter gepfiffen worden.

Im Unterschied zu den vier bisherigen Spielen war aus Hülser Sicht diesmal die erste Halbzeit die bessere. Die Hausherren agierten dominant und erzielten durch André Töppler nach schönem Zusammenspiel mit Arthur Fell die 1:0-Führung (20.).

Doch nur 120 Sekunden später ging Andreas Ovelhey im eigenen Strafraum rustikal zur Sache. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Ex-Hülser Sascha Rammel eiskalt zum 1:1 (23.). Hüls ließ sich durch den Rückschlag nicht beirren, blieb dran. Besonders über die rechte Seite ging mit Leotrim Kryeziu die Post ab. Echte Chancen blieben allerdings Mangelware.

Bittere 15 Minuten nach der Halbzeit

Bitter dann die erste Viertelstunde nach dem Seitenwechsel. Die Maßnahmen von KSC-Trainer Lothar Huber, der die ballsicheren Dimitrios Kalpakidis und Mücahit Deniz eingewechselt hatte, zahlten sich schnell aus.

Kryeziu holte Markus Scherff kurz vor dem Strafraum von den Beinen. Dessen Freistoß schien abgewehrt, aber Michael Sievers reagierte blitzschnell und versenkte den Abpraller zum 1:2 (48.). Vor dem 1:3 unterlief Eugen Fell auf der linken Abwehrseite ein Foul. Scherff zielte aufs kurze Eck und profitierte davon, dass die Mauer nicht hochsprang – 1:3 (56.).

Die Einwechselung von Luca Robert (66.) brachte den TSV zurück ins Spiel. „Er war sofort da“, lobte Trainer Kasper. Robert ersetze auf dem linken Flügel Lorenz Niedrig, der es noch nicht versteht, seine Schnelligkeit gewinnbringend einzusetzen.

Auch dem Hülser 2:3 ging ein Standard voraus. Töpplers Freistoß landete am zweiten Pfosten bei Mohamed Bamba, der aus kurzer Distanz traf (77.). Der TSV drückte, während die Gäste die Führung mehr schlecht als recht verwalteten.

Naiv dann die Gelb-Rote Karte für Kryeziu. Deniz provozierte nach einem Foul, der schon verwarnte Hülser machte im sinnlosen Gerangel um den Ball mit, nachdem bereits gepfiffen worden war – der Unparteiische verwarnte beide. Für den TSV-Außenmann war es die zweite „Gelbe“ (89.).

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