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Der zweite Hülser Streich: Lorenz Niedrig zielt ins lange Eck – Lennestadts Torhüter Steffen Dicke kommt nicht an den Ball

Fußball - Westfalenliga

2:1 - TSV sendet weiteres Lebenszeichen

MARL - Allgemeines Aufatmen am Hülser Loekamp: Der TSV setzt seine Positivserie fort. Nach zwei torlosen Unentschieden hat der Westfalenligist am Sonntag den FC Lennestadt mit 2:1 (2:1) besiegt und ist in der Tabelle auf Platz 15 vorgerückt.

Es hätte ein torreicher Nachmittag werden können, aber auf beiden Seiten ließen die Angreifer viele Möglichkeiten fahrlässig ungenutzt. Während die Hausherren vor dem Seitenwechsel eine vorzeitige Entscheidung verpassten, scheiterten die Gäste im zweiten Durchgang mehrfach am erneut hervorragend disponierten TSV-Schlussmann Nils Martens.

Schon frühzeitig war zu erkennen, wie der TSV die Deckung der Sauerländer aushebeln wollte: Lange Bälle auf die Außen, teilweise auch diagonal gespielt, sorgten dafür, dass die Hülser Angreifer ihre Explosivität einbringen konnten.

Beim ersten Versuch fand Kapitän Arthur Fell in der Mitte keinen Abnehmer für seine Hereingabe (9.). Im zweiten Anlauf rappelte es im Lennestädter Kasten: Mohamad Bamba setzte sich auf dem rechten Flügel durch und gab in die Mitte. Lorenz Niedrig war aus fünf Metern zur Stelle und markierte das 1:0 (13.).

Gäste wachen auf und gleichen zum 1:1 aus

Im dritten Angriff derselben Sorte legte Leotrim Kryeziu für Bamba auf, der den Ball aber bedrängt über das Tor schoss (16.). Erst allmählich wachten die Gäste auf und kamen, durch eine Hülser Schlafmützigkeit auf der linken Abwehrseite begünstigt, zum Ausgleich. Marvin Gouranis hat aus acht Metern leichtes Spiel (22.).

Das 1:1 fiel ausgerechnet in dem Augenblick, als Holger Flossbach, früher beim TSV und jetzt Trainer des nächsten Hülser Gegners DSC Wanne-Eickel, seinen Platz am Spielfeldrand eingenommen hatte. Durchs Zentrum leiteten die Gastgeber die nächste Großchance ein. Yildirim legte für Niedrig vor, der den noch besser postierten Bamba mitnahm. Doch der Angreifer zeigte im entscheidenden Moment Nerven (34.).

Kurz vor dem Wechsel dann doch noch das 2:1. Bamba steckte durch für Niedrig, der auf dem linken Flügel seine Schnelligkeit einsetzte und den Ball optimal im langen Eck versenkte (45.). Danach pfiff Schiedsrichter Erk das Spiel gar nicht mehr an.

Torchancen satt auf beiden Seiten

Im zweiten Durchgang traten die Gäste entschlossener auf und warfen ihre körperliche Präsenz in die Waagschale. Gefährlich wurde es, wenn Gouranis (von links) und Moritz Thöne (von rechts) einwarfen. Ihre Brandfackeln sorgten für helle Aufregung im Hülser Strafraum.

Das erste dicke Ding für Lennestadt vergab Christian Schmidt, der am prima reagierenden Martens scheiterte (54.). Dann ahnte der Schlussmann einen Heber von Florian Friedrichs voraus (62.) – Extraklasse! Neun Minuten später war wieder der Gäste-Kapitän frei, konnte aber den tüchtigen TSV-Schlussmann aus spitzem Winkel nicht überwinden.

Lennestadt machte auf, und der TSV erhielt seine Chancen, die Begegnung zu entscheiden. Nach einer Flanke von Kryeziu legte Bamba für Fell ab, der aber zehn Meter vor dem Tor ausrutschte (73.). Dann schickte der Kapitän im exakt richtigen Moment den Doppeltorschützen Niedrig auf die Reise. Der hatte nach einem energischen Antritt freie Bahn, schoss aber aus 16 Metern knapp am linken Torpfosten vorbei (80.).

Es ging hin und her: Nach eine Ecke kam Lukas Völmicke zum Kopfball. Mit der linken Hand fischte Martens das Leder aus dem Knick (87.). In der Nachspielzeit setzten der eingewechselte Andre Töppler und Arthur Fell noch einen drauf: Beide vergaben eine glasklare Doppelchance, wobei Torwart Steffen Dicke auch hervorragend parierte.

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