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Sinsen macht Druck: Dennis Adamczok, Nico Köhler und Johannes Engel (Mitte von links) stören den Spielaufbau des BSV Schüren.

Fußball - Westfalenliga

3:2 - Sinsen beweist starken Willen

DORTMUND/MARL - Nach drei Spielen ohne Sieg hat der TuS 05 Sinsen endlich wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Beim BSV Schüren setzte sich der Tabellenzweite der Westfalenliga nach hartem Kampf mit 3:2 durch.

Damit bleibt der TuS 05 im Kampf um die Meisterschaft im Geschäft. Allerdings glänzten die Schwarz-Weißen nur 30 Minuten lang. In der ersten halben Stunde fühlte sich TuS-Trainer Antonios Kotziampassis „an alte Zeiten erinnert“.

In dieser Phase bot der Gast in der Tat eine Galavorstellung, obwohl Kotziampassis sein Team umfangreich umgebaut hatte, umbauen musste. Marco Kampmann über rechts, Johannes Engel über links setzten den Begriff „Flügelstürmer“ in der Praxis um. Beide waren von ihren Gegenspielern kaum zu kontrollieren, wurden aber auch gut in Szene gesetzt.

So tauchte Engel nach sechs Minuten vor Schürens Torwart so frei auf, dass er eigentlich nur die Ecke des Tores wählen brauchte. Doch er schoss Sascha Samulewicz in zentraler Position an.

Wenig später, nach zwölf Minuten, zog Kampmann auf und davon, passte zurück auf Marvin Piechottka, der mit der Innenseite des Fußes den Ball nahm und ihn wuchtig unter die Latte des Tores hämmerte – 0:1. In der 24. und 27. Minute hätte Nico Köhler leicht zwei weitere Tore erzielen können. Beide Male verfehlte er das BSV-Tor knapp.

Schüren war dem Tempo, der Lauf- und Spielfreude der Sinsener nicht gewachsen. Der BSV versuchte sein Glück mit langen Bällen, zunächst ein untaugliches Mittel. Allerdings warf die Mannschaft von Trainer Arthur Matlik Einsatz und Kampf in die Waagschale.

Aber irgendwie begann der Sinsener Elan zu erlahmen. Kotziampassis sah, dass der „Rhythmus verloren gegangen ist“. Nach 34 Minuten musste sich Marvin Blum erstmals gegen einen Schuss von Abdelkarim Bouzerda bewähren. Dann zwang ihn eine verunglückte Abwehr von Tugay Tekin zum Eingreifen. Und schließlich kam die Heimelf zum 1:1, als Bouzerda auf Zuspiel von Mathias Tomaschewski traf (45.).

Gut erholt trat der TuS zur zweiten Halbzeit an. Aber das erste Tor erzielte Schüren: Ein Freistoß von Santiliano Braja prallte von der TuS-Abwehrmauer ab, Christopher Herwig setzte nach und schoss zum 2:1 ein (56.).

Nur vier Minuten später das 2:2: Dennis Adamczoks Freistoß landet auf dem Kopf von Emre Köksal, Torhüter Samulewicz reagiert prächtig, aber Tugay Tekin setzt den Ball aus Nahdistanz per Kopf zum 2:2 ins Tor.

Sinsen wollte jetzt mehr. Und der TuS 05 bekam mehr. Nach einer Flanke von Johannes Engel rangeln Speker und Samulewicz um den Ball, Schürens Hasan Bastürk will klären – und tritt den Ball zum 2:3 ins eigene Tor (77.).

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