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Marvin Piechottka (r.), hier im Zweikampf mit Jonas Weid, erzielte beim Sinsener 5:2 in Hüls einen Hattrick.

Fußball - Westfalenliga

Sinsen feiert nach 5:2 im Derby Herbstmeisterschaft

MARL - Der Tabellenführer gewann am Hülser Loekamp verdient 5:2 (4:2), aber um ein oder zwei Treffer zu hoch. Der TSV Marl-Hüls wehrte sich beim nach Kräften, vergab aber wieder einmal mehrere gute Torchancen. Besonders in der ersten Halbzeit patzten beide Abwehrreihen.

Den 180 Zuschauern – das Regenwetter verhinderte offenbar eine bessere Kulisse – wurde einiges geboten, denn auch im zweiten Durchgang ging es in beiden Strafräumen turbulent zur Sache.

Das wilde Spiel ärgerte Sinsens Trainer Toni Kotziampassis, der seiner Mannschaft eine der schlechtesten Saisonleistungen attestierte. Das lag auch an der Hülser Taktik, die den spielerisch reiferen Gästen die Lust am Kicken nehmen sollte.

Mit einer kalten Dusche war der TuS 05 beim Nachbarn empfangen worden. Tugay Tekin wollte einen Rückpass auf seinen Torhüter spielen und wurde dabei von Lorenz Niedrig durchschaut. Der Turbo-Angreifer sprintete dazwischen und überwand Sven Jürgens mit einem Schuss ins lange Eck (3.).

Piechottka mit einem lupenreinen Hattrick

Das 1:0 der Blau-Weißen hatte nur vier Minuten Bestand. Dann vertändelte Murat Yildirim den Ball gegen Marvin Piechottka. Sinsens Nummer 10 ließ sich nicht zwei Mal bitten und verwandelte knallhart ins linke Eck.

Damit legte Piechottka die Grundlage für einen lupenreinen Hattrick. Bei seinem zweiten Tor beförderte der zentrale Offensivmann der Gäste einen Eckball von Olcay Yilmaz mit dem Kopf ins Hülser Gehäuse (18.). Der TSV hatte in dieser Phase enorme Probleme mit der Spieleröffnung. Gerade als die Hausherren sich vom gegnerischen Druck befreien konnten, fiel das dritte Sinsener Tor.

Yilmaz verdiente sich seinen Scorerpunkt durch einen starken Spurt auf dem rechten Flügel und einen klugen Rückpass auf Piechottka, der aus 16 Metern abzog und dem guten Nils Martens keine Abwehrmöglichkeit ließ (33.).

Das 3:1 tat den Gästen aber nicht gut. Sie standen Spalier, als Marvin Thomaszik durch das Mittelfeld spazierte und mit einem feinen Heber Arthur Fell einsetzte. Der schnelle Kapitän bedankte sich mit einem Schuss durch die Beine von Torwart Jürgens (36.).

Der TSV nutzt seine Möglichkeiten nicht

Doch noch vor der Pause zerplatzten die Hülser Hoffnungen. Den Gastgebern gelang es zwei Mal nicht, den Ball aus dem eigenen Strafraum zu klären. Diesmal überließ Piechottka, der die entscheidende Vorlage gab, den Abschluss seinem Kollegen Johannes Engel, der aus zehn Metern zum 4:2 erfolgreich war (42.).

Nach dem Seitenwechsel verpassten es die Sinsener, die Begegnung endgültig zu entscheiden. Dennis Adamczok beispielsweise spielte in bester Position noch ab, anstatt selbst abzuschließen (60.). Bei einem Musterangriff tauchte der Ex-Hülser David Sdzuy frei im TSV-Strafraum auf. Aber Marvin Thomaszik rettete auf der Linie (63.).

Die Hausherren gaben sich nicht auf, hatten durch Kapitän Fell sogar zwei hochkarätige Möglichkeiten (71., 87.), erzielten ein Abseitstor (Mohamed Bamba; 89.) und reklamierten zwei Mal – wohl zu Unrecht – Elfmeter: Zunächst war Bastian Kniza zu Boden gegangen (55.), dann Bamba (66.).

Auch dem entscheidenden fünften TuS-Treffer war ein viel versprechender Hülser Angriff vorausgegangen. Niedrig verdribbelte sich allerdings 20 Meter vor dem gegnerischen Kasten – die Gäste schalteten blitzschnell um, und Engel sorgte mit einem trockenen Schuss für klare Verhältnisse (81.).

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