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So macht Fußball Spaß: Der TuS 05 Sinsen feiert seinen Kapitän Timo Koscholleck, der gerade zum 2:0 eingeköpft hat.

Fußball - Westfalenliga

Sinsen grüßt von der Spitze

MARL - Der TuS 05 Sinsen lässt es in der Westfalenliga 2 auch gegen den Kirchhörder SC richtig krachen. Mit dem 5:0-Erfolg übernimmt der Klub die Tabellenführung.

Das erste Lob an die Mannschaft richtete Kapitän Timo Koscholleck. Soeben hatte Schiedsrichter Julian Graf die Partie abgepfiffen, als sich „Koschi“ lautstark zu Wort meldete. Mit nur zwei Worten: „Stark , Männer!“ Wenig später outete sich auch Kirchhördes Trainer Lothar Huber als TuS-Fan: „Es hat Spaß gemacht, Sinsen zuzuschauen.“ Solch ein Trainer-Lob vom Gegner hat Seltenheitswert.

Der TuS 05 spielte von Beginn an groß auf. Klar zu erkennen war der Plan, den Trainer Antonios Kotziampassis seinen Spielern verordnet hatte. Der Ball durchlief die Reihen fast selbstverständlich, um das Spiel plötzlich schnell zu machen.

So geschehen beim 1:0 in der elften Minute. Dennis Adamczok und Johannes Engel spielten Doppelpass. Engels scharfe Flanke erreichte mit etwas Glück Patrick Goecke, der fast mühelos zum 1:0 für Sinsen einschoss.

TuS 05 gestattet Gästen nur einen Torschuss

Der TuS 05 ließ auch danach nicht locker. Alle Spieler schienen läuferisch überlegen, waren auch im Zweikampf präsenter. Und immer wieder landeten die abspringenden Bällen in den Reihen der Heimelf. In der 30. Spielminute köpfte Timo Koscholleck nach einem Eckstoß von David Sdzuy (diesmal Linksverteidiger) zum 2:0 ein. Auch dieser zweite Gegenschlag entfachte beim Gegner keine Aufbruchstimmung: Der Kirchhörder SC blieb eine Woche nach dem 1:1 gegen Mitfavorit DSC Wanne-Eickel unerklärlich zaghaft.

Zur zweiten Halbzeit erschienen die Rot-Weißen recht spät. So frotzelte ein Ersatzspieler: „Haben wohl kein Bock mehr und sind schon nach Hause gefahren.“

Aber der TuS 05 Sinsen ließ auch nach Wiederanpfiff einfach nichts zu. Im Gegenteil: Beinahe hätte der eingewechselte Olcay Yilmaz mit einem Schlenzer das 3:0 erzielt. KSC-Keeper Oliver Roll hielt prächtig. Nichts zu bestellen hatte er, als die Marler wieder den Turbo anwarfen. Nach einem Ballgewinn stürmte Dennis Adamczok los, bediente Miguel Cornelius, der den Ball an Roll vorbei zum 3:0 ins Tor schob. Und dank der weiter anhaltenden Spielfreude gelang Patrick Goecke per Kopfball das 4:0 (80.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Luciano Sabellek, der drei Minuten später sogar auf 5:0 erhöhte. Chancen auf der Gegenseite? Fehlanzeige! Der Kirchhörder SC schoss am Sonntagnachmittag nur einmal auf das Sinsener Tor. Sechs Punkte, 8:0 Tore, Tabellenführung – Neu-Trainer Toni Kotziampassis will das Zwischenzeugnis nach dem zweiten Spieltag nicht überbewerten. Der Sinsener Coach verweist auf die Kreispokal-Niederlage unter der Woche beim Bezirksligisten RW Deuten – und auf den nächsten Westfalenliga-Gegner FC Iserlohn: „Das wird schwer genug.“

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