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Erst saß er, dann musste er hinter die Bande: Sinsens Trainer Toni Kotziampassis. (Archivbild)

Fußball - Westfalenliga

0:5 - für Sinsen kommt es ganz dicke

MARL/MEINERZHAGEN - Eine beeindruckende Serie fand im Sauerland ein abruptes Ende: Seit dem 15. April hatte der TuS 05 Sinsen in der Westfalenliga nicht mehr verloren, hatte zuletzt viermal in Folge in der neuen Spielzeit gesiegt und die Tabellenführung erobert. Am Sonntag gab es eine 0:5-Klatsche beim RSV Meinerzhagen.

Sinsens Trainer Antonios Kotziampassis gratulierte dem Gegner: „Meinerzhagen hat einen Supertag erwischt.“ Seinem Team bescheinigte er „einen schlechten Tag“ gehabt zu haben. Seine Truppe habe gegen die Blau-Weißen „keine Lösungen mit dem Ball gefunden“, so der Sinsener Coach nach Spielschluss.

Bereits die Fahrt ins Stadion an der Oststraße verlief für den Gast aus Marl holprig. Der Bus kam aufgrund eines erheblichen Staus am Hagener Kreuz erst nach 14 Uhr an. Viele Sinsener Fans erreichten den Spielort so spät, dass sie erste Chancen der Heimelf verpassten.

Sinsens Keeper Sven Jürgens bewahrte seine Mannschaft schon früh mit prächtigen Paraden vor einem Rückstand. Die Heimelf beherrschte praktisch das Geschehen und den Gegner. Gegen die Antreiber Nik Kunkel und Tim Treude fand der TuS kein geeignetes Mittel. Sinsens Offensivkräften wurde im Gegenzug keine Möglichkeit zur Entfaltung gewährt.

Der sonst so starke Dennis Adamczok konnte nie das Spiel gestalten, Luciano Sabellek verlor oft den Halt und die meisten Zweikämpfe. Lediglich David Sdzuy konnte einen Schuss anbringen, doch der Ball ging über das Tor (27.).

Einzig Sinsens Defensive konnte gefallen. Zumeist gelang es, sich gegen die wuchtigen Attacken der Heimelf erfolgreich zu behaupten. Doch in der 37. Minute ging die RSV in Führung: Obwohl Mathieu Bengsch über den Ball gestolpert war, entschied Schiedsrichter Maibaum auf Freistoß. Kunkels Freistoß erreichte Nils Buchwalder , und von dort aus prallte der Ball gegen das Bein von Timo Koscholleck ins eigene Tor zum 1:0. Erbost und ungehalten zeigte sich Sinsens Bank, alle Proteste halfen nichts.

Toni Kotziampassis muss hinter die Bande

Und der Ärger schwoll an, später wurde Sinsens Trainer Toni Kotziampassis hinter die Bande geschickt. Auch das Kopfballtor von Dominik Franz unmittelbar vor der Pause zum 2:0 sorgte nicht dafür, dass die Sinsener Mienen sich aufhellten.

Der Gast kam nach dem Wechsel mit Maurizio Fenu, um die Aufholjagd zu starten. Doch außer ein paar Flankenläufe von Fenu und Olcay Yilmaz kam nichts zustande. Es zeigte sich immerhin, dass auch der Favorit anfällig ist, wenn er unter Druck gerät.

Dann beendete ein weiteres Tor, das Kunkel per Freistoß (67.) erzielte, die zarten Hoffnungen der Gäste. An der Seitenlinie dirigierte beim RSV Klubsponsor Nuri Sahin energisch seine Mannschaft noch zu zwei Toren in der Schlussphase, womit der 5:0-Sieg perfekt war.

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